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Volltext: Monatszeitschrift X (1907 / Heft 12)

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darüber schwacher Lichtstreifen, nach rechts oben keine Verstärkung des Tones zu be- 
merken. 3.Ausgabe: Rechts oben tritt dunkle Stelle als Viertelkreis hervor. 4. Ausgabe: 
Stelle über Türspalte sehr hell. 5. Ausgabe: Fleckig, mit Ausnahme der Tiirfläche links. 
Türspalte tritt zurück, dagegen leuchtet Streifen darüber grell hervor. Oder Blatt 68: 
i.  Ausgabe. Ein gleichmäßiger Aquatintaton, der nur die junge I-Iexe und Kopf und 
Oberkörper der alten frei läßt. 3. Ausgabe: Dunkler Druckton bedeckt auch diese Stellen, so 
daß sie sich kaum vom Grund unterscheiden. 4. Ausgabe: Weniger Ton, die bezeichneten 
Stellen durch Wischen wieder heller. 5. Ausgabe: Aquatintaton größtenteils verschwunden. 
Gegen diese Forderung einer eingehenden Ausgabenbeschreibung könnte eingewendet 
werden, "daß die Veränderungeifder Platte ja: nicht sprungweise von Auflage zu Auflage, 
sondern allmählich erfolgen, so daß also zwei Drucke einer Auflage weiter voneinander 
abstehen könnten als etwa der letzte Druck der einen Ausgabe und der erste Druck der 
folgenden. Tatsächlich scheint sich die Sache aber doch anders zu verhalten. Die Auflagen, 
deren Druckzahl wohl früher keine allzu große war, erfolgten in zumeist großen Abständen. 
Es waren jedesmal andere Drucker am Werke, es herrschten andere Druckprinzipien, 
andere Geschmacksrichtungen, so daß in Wahrheit jede Auflage doch im ganzen einen 
feststehenden Typus mit Variationen darzustellen scheint. 
Alle die Bemerkungen und Wünsche haben keinen anderen Zweck, als darauf hinzu- 
weisen, daß auch der neue Goya-Katalog noch nicht das abschließende Werk bedeutet, eine 
Erkenntnis, die niemand klarer sein wird als dem Verfasser selbst. Ein beträchtlicher 
Schritt vorwärts ist jedenfalls mit diesem Buch getan. Es wird gewiB wie ein ausgeworfenes 
Fangnetz eine Menge neuer Goya-Schätze ans Licht bringen. Möge es dem Verfasser ver- 
gönnt sein, die Früchte der Anregung und Belebung, die seinem Werke verdankt werden, 
selbst einzuheimsen und in einer, zweifellos in absehbarer Zeit notwendigen, neuen Auflage 
zu einem schönen, für unsere Zeit gültigen Abschluß zu bringen. Friedrich Dörnhöffer 
PREISAUSSCHREIBÜNG. Der Klub der Industriellen für Wohnungseinrichtung 
in Wien veranstaltet anläßlich des Gojährigen Regierungsjubiläums Seiner Majestät 
des Kaisers eine Ausstellung für gesamte Wohnungseinrichtung während der Monate Sep- 
tember und Oktober 1908 in den Sälen der k. k. Gartenbaugesellschaft, Wien, I., Parkring m. 
Der Ausschuß hat beschlossen, zur Erlangung von entsprechenden Entwürfen zu dieser 
Festausstellung eine Wettbewerbausschreibungzuveranlassen, an der sich in Wienansässige 
Künstler, Studierende sowieKunstgewerbetreibende beteiligen können. In dieserAusstellung 
sollen alle zur Wohnungseinrichtung gehörenden Gegenstände in einzelnen kleineren und 
größeren Gruppen sowie in vollständigen - auch aneinanderschließenden - Wohnräumen 
zur Schaustellung gelangen können und ist für eine entsprechende Einteilung nach dem 
vorliegenden Grundplane der Säle Vorsorge zu treffen. Die Entwürfe sollen ein geschmack- 
volles Gesamtbild derAusstellungsanordnung veranschaulichen. Alle nötigen Einzelansichten 
sowie Seitenansichten, Quer- und Längsschnitte sind in Vw Naturgröße, die Einteilungsart 
des Grundplanes im Maßstabe von 1 : xoo auszuführen. Die äußerste Frist zur Ablieferung 
der Entwürfe ist für den x5. Jänner 1908, 12 Uhr mittags, festgesetzt. Es sind drei Preise 
bestimmt, und zwar: I. Preis 300 Kronen, II. Preis zoo Kronen, III. Preis x00 Kronen. 
Grundpläne im Maßstabe von 1 : xoo sind in der Klubkanzlei, Vf„ Brandmayergasse 4, 
III. Stock, Tür 14, täglich von z bis 4 Uhr nachmittags zu haben und werden daselbst in 
dieser Zeit auch alle gewünschten Auskünfte erteilt. 
FRANKFURTER KALENDER 1908. Der im Verlage von Moritz Diesterweg 
in Frankfurt am Main erscheinende „Frankfurter Kalender für 1908", enthält neben 
hübschen, von Fritz Boehle in kräftiger Holzschnittmanier gezeichneten Monatsbildern 
einen mit zwölf Abbildungen illustrierten Aufsatz von Otto Lauifer über die Freifiguren 
Unserer lieben Frau in Frankfurt am Main, auf welchen wir unsere Leser besonders hin- 
weisen wollen.
	        

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