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Volltext: Monatszeitschrift XI (1908 / Heft 1)

Snuhatz, Federzeichnung. um 1530 
 
klingendes Geschmeide auf dem Hut und an den Steigbügeln Schellen, damit 
der Falke, falls er das Feld verloren, sich leichter orientiere. Im XV. Jahr- 
hundert begleitete man seinen glücklichen Stoß mit Pauken und Trompeten, 
welche Instrumente schon bei Beginn der Jagd zum Aufscheuchen des Wildes 
in Verwendung genommen wurden. 
Eine Reihe von Halsbändern erklärt uns die Adjustierung der Hunde 
zur Jagd. An ein Halsband wurde das, bisweilen zwölf Klafter lange, im 
frühen Mittelalter oft aus Seide gefertigte und reich gestickte „brackenseil" 
befestigt und so der Leithund zur Aufsuche des Wildes geführt. Er hatte 
unter all den vierbeinigen Jägern die wichtigste Rolle und seine Auswahl 
erforderte große Fürsorge. Weiße, nur wenig geüeckte Tiere schätzte man 
besonders hoch: „ein bräkelin, daz niht schoeners mohte sin, daz was blanc 
überal". Dieser Rasse entstammte der berühmte Souillart, aus dessen Nach- 
kommenschaft mehrere Jahrhunderte später Blanche die Zierde der Meute 
Ludwig XV. wurde. (Gemälde von J. B. Oudry im Louvre.) Lederne Hals- 
bänder des XVI. und XVII. Jahrhunderts tragen in der Regel die Initialen 
des Besitzers, waren auch in einzelnen Fällen mit I-Ialbedelsteinen besetzt. 
Die Hunde wurden paarweise damit gekoppelt. Für die Jagd nach dem Raub- 
wild, den Bären, Luchs und Wolf, erhielten sie Stachelhalsbänder, oft wirk- 
liche Meisterwerke der Schmiedekunst, bisweilen auch noch zum Schutze 
des Körpers, namentlich bei der Sau- und Bärenhatz, einen Panzer, das heißt 
eine Jacke aus Leder mit Metallknöpfen besetzt oder eine solche aus 
Leinen mit eingenähten Eisenringen oder von einem Drahtgeflecht über- 
zogen. Dieses Schutzkleid bestand aus Brust-, Rücken- und zwei Lenden- 
teilen, führte auch die Bezeichnung „Saupanzerß und hießen derartig
	        

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