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Volltext: Monatszeitschrift XI (1908 / Heft 4)

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durch Geschenke wie durch Ankäufe nennenswerte Bereicherung. So ist von Widmungen 
an erster Stelle die vom österreichischen archäologischen Institut überlassene kostbare 
Bronzeplatte mit elischer Inschrift aus Olympia zu erwähnen. Dieses Stück ist von so 
hohem inhaltlichem Interesse, daß sich bereits eine ganze Literatur um dasselbe gesammelt 
hat und daß sein Gewinn für die kaiserliche Sammlung ähnlich hoch eingeschätzt werden 
darfwie jener des berühmten Senatusconsultum de Bacchanalibus, welches seinerzeit dem 
Kaiser Karl VI. von einem Neapolitaner überreicht worden ist. Weiters wären zu nennen 
eine graeco-ägyptische Terrakottalampe mit interessantem figural gebildetem Griff, 
Geschenk des Grafen Latour; ein niedliches Kybele-Köpfchen mit Turmkrone, gewidmet 
von Dr. Ludwig Pollak; das Fragment eines Mosaikbodens, gespendet von Rittmeister 
Freiherrn von Salis-Soglio. Unter den Ankäufen ist als das bedeutungsvollste Objekt das in 
einer Wiener Auktion erstandene Bronzegewicht aus Gela zu nennen, das, die Form des 
Sprungbeines eines jungen Rindes zeigend, nach der Inschrift in das V. jahrhundert vor 
Christo zusetzen ist. Von sonstigen Metallgegenständen verdienen drei figiirlich gezierte 
GefäßhenkelEr- 
wähnung, dann 
eine schöne sil- 
berne Nadel, 
eine andere aus 
Bronze, welche 
auf korynthi- 
schem Kapitell 
eine Venus mit 
dem bekannten 
Motiv des Sanda- 
lenbindenszeigt. 
Von Gefäßap- 
pliken ist eine 
laufende Gorgo 
in archaischem 
Stil und ein eben- 
falls archaischer 
Pferdebändiger 
zu nennen. Die- 
senErwerbungen 
schließen sich 
an eine Pygmäe, 
ein Ringer mit 
schön durchge- 
führter Model- 
lierung,mehrere 
Fibeln, darunter 
eine, deren Bü- 
gel die Form 
einesAdlershat, 
das Fragment 
einer anderen 
mit einem in far- 
bigemEmailaus- 
geführten Pfau, 
drei kleine Ge- 
WlChtC, WOVOU Gabriel Metsu, Christus als Gärtner (Hofmuseum in Wien)
	        

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