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Volltext: Monatszeitschrift XI (1908 / Heft 4)

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Studie von Petten- 
kofen, das Selbst- 
porträt Georg Raabs, 
des Bildnismalers 
weiland Ihrer Maje- 
stät der Kaiserin 
Elisabeth, ein männ- 
liches Porträt (Graf 
Braida) von Amer- 
ling, ein interessantes 
Ölbild aus der Früh- 
zeit Ludwig Passi- 
nis, Kaiser Josef II. 
zu Pferd, das Selbst- 
porträt von Gustav 
Gaul, zwei Bildervon 
Anton Schrödl, ein 
Tierstück von Mahl- 
knecht und Eugen 
Jettels monumental 
gehaltene „M0or- 
landschaft". 
DieSammlung 
von Aquarellen und 
Handzeichnungen 
hat gleichfalls auf 
erfreulichen Zu- 
wachshinzuweisen: 
vor allem das ent- 
zückende Albumtitel- 
blatt Peter Fendis 
aus derAuktion Met- 
temich, das Herr 
Gustav Benda wid- 
mete, eine Miniatur Leopold Horowitz, Bildnis Seiner Majestät des Kaisers (Hofmuseum in Wien) 
des in der ersten 
Hälfte des vorigen Jahrhunderts in Wien tätigen Malers Wenzel Kraus, Geschenk der Frau 
Lichtenstettiner, dann durch Kauf Fendis Tuschzeichnung „Vor dem Versatzamt", eine 
Bleistiftzeichnung von Führich (Entdeckung des Gnadenbildes zu Lavant) und ein Aquarell 
von L. Petrovics. 
Die im jahre 1907 gemachten Erwerbungen für die ETHNOGRAPHISCHE SAMM- 
LUNG DES K. K. NATURHISTORISCHEN HOFMUSEUMS gehören zu den bedeu- 
tendsten und umfangreichsten, welche seit dem nunmehr gzjährigen Bestand dieser 
Abteilung gemacht worden sind. Es wurden drei sehr wertvolle Sammlungen erworben, 
jene des Dr. Rudolf Poech aus Neu-Guinea, dann die Kollektion des Reisenden Alfred 
Raquez aus dem Laosgebiet Hinterindiens und endlich die Sammlung Loreto aus Bra- 
silien. Für das moderne Kunstgewerbe haben diese Akquisitionen, da sie fast ausschließ- 
lich von Naturvölkern stammen, ein relativ geringeres Interesse, obwohl gerade sie für 
die so wichtige Frage der Entstehung der Omamentik von großer Bedeutung sind. Von 
den anderen Erwerbungen ist jene einer größeren alten Metalltrommel zu erwähnen, 
welche aus den Hinterländern von Tonkin stammt und eines der drei seltenen Stücke 
dieser Gattung darstellt, welche in ihren Verzierungen noch tigurale Darstellungen aufzu- 
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