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Volltext: Monatszeitschrift XI (1908 / Heft 4)

man: 
weisen haben, aus denen sich die Ornamente der anderen hierher gehörigen Trommeln 
durch fortgesetzte Stilisierung ableiten lassen. 
Eine auch in kunstgewerblicher Beziehung interessante Erwerbung besteht in zwei 
Krisen (malaischen Dolchen) von außerordentlicher Schönheit der Ausführung und großer 
Pracht des dabei verwendeten Materials. Das Museum verdankt diese kostbare Zu- 
wendung Herrn F. Neumann in Batavia, welcher eine ganze Reihe seltener und kostbarer 
malaischei-Waf- 
fen besitzt. Das 
eine Stück ist 
ein geflammter 
Kris von der 
Insel Bali, des- 
sen reich ver- 
goldeter Griff 
eine der be- 
kannten Dämo- 
neni-lguren der 
javanisch - bali- 
nesischen My- 
thologie darstellt. 
Zu ihm gehört 
eineScheideaus 
seltenem Holz, 
welchesaufhel- 
lem Grund eine 
dunkelbraune 
Maserungzeigt. 
Der zweite Kris 
stammt von Pa- 
lembang aufSu- 
matra und zeich- 
net sich durch 
einen schön aus 
Walroßzahn ge- 
schnitzten Griff 
aus, der eben- 
falls eine stili- 
sierte Götterge- 
stalt der alten 
hindu - javani- 
sehen Mytholo- 
gie darstelltDie 
Klinge hat einen 
F. von Arnerling, Porträt (Hofmuseum in Wien) Vorzüglich aus" 
geführten Pa- 
mor, während die Scheide mit einer reichverzierten Hülse aus Goldblech überzogen ist. 
In der PRÄHISTORISCHEN SAMMLUNG lag während des Jahres x9o7 der 
Schwerpunkt der Akquisitionstätigkeit auf den Funden der älteren Steinzeit aus den dilu- 
vialen Ablagerungen mehrerer österreichischen Lokalitäten und in der Fortsetzung der 
Ausgrabungen auf dem früh-hallstättischen Urnenfeld von Statzendorf in Niederösterreich. 
Dabei wurde wohl recht beachtenswextes Material zur prähistorischen Archäologie unserer 
Länder gewonnen, aber nichts, was in kunstindustrieller Beziehung besonders erwähnens-
	        

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