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Volltext: Monatszeitschrift XI (1908 / Heft 5)

 
 
 
Kaffeetasse mit Reliefgoldomamemen auf rotbraunen Lilstergrund und spielenden Kin- 
dern in Graurnalerei (Aus dem „Wiener Porzellanwerk") 
registrierenden Darstellung Brauns 
verbindet sich die lebendige, fein- 
sinnige Schilderung Folnesics', der 
auch den Zusammenhängen des 
Porzellans mit dem übrigen künst- 
lerischen, li- 
terarischen 
und gesell- 
schaftlichen 
Leben der 
Reichshaupt- 
stadt nach- 
geht, zu 
glücklichem 
Verein.lnder 
äußeren Aus- 
stattung des 
Werks hat 
die k. k. Hof- 
und Staatsdruckerei ihre bewährte Kunst aufs neue gezeigt. Die Farbtafeln 
sind mit Ausnahme weniger Tafeln, auf denen sich das Rot unangenehm 
vordrängt, vortrefflich gelungen. Die schwarzen Tafeln stehen vielfach den 
vorzüglichen Autotypien im Text nach, infolge der mangelnden Fähigkeit 
des Lichtdrucks, die plastische Erscheinung 
der Dinge voll wiederzugeben. 
Die Periode Du Paquiers, als Wien noch 
die einzige Nebenbuhlerin Meißens war, liegt 
nunmehr in der Arbeit Brauns klar vor uns. 
Es ist merkwürdig, wie bei noch so mannig- 
facher Anlehnung an fremde Vorbilder, doch 
die gesamte Produktion, in der sich Meiß- 
nerisches, Ostasiatisches, Holländisches mit 
dem damals herrschenden Wiener Barock 
zu oft phantastischer Gestaltung mischt, ihren 
eigenen stark ausgeprägten Charakter hat. 
Führende Künstler, wie sie Meißen in 
dieser Zeit an Herold und Kändler besaß, 
lassen sich nicht nachweisen. Die von Braun 
konstatierten Maler: Karl Wendelin Anreiter, 
Philipp Danhofer, der auch Bayreuther- 
Fayencen bemalte, und der Schwarzlotmaler 
Jakobus Helchis scheinen eine ausschlag- 
gebende Rolle nicht gespielt zu haben. - Auf 
dem Gebiet der figürlichen Plastik sind die 
 
Unbernalte Gruppe, Herkules und 
Antäus (Aus dem „Wiener Porzellanwerk")
	        

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