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Full text: Monatszeitschrift XI (1908 / Heft 5)

 
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DieTempelhaine Ägyptens mit den ummauertenTeichen und geradlinigen 
Baumpflanzungen, den Sphinxalleen und Obelisken haben einfache große 
Grundmotive für immer festgelegt. Im Tiefland des Euphrat entstanden 
wieder an Terrassenbauten „hängende Gärten" von märchenhaftern Reiz. 
Im Waldgebiet des Ganges zeugen uralte Gr0tten- und Felsentempel 
von phantasievoller Anpassung an wilde Naturschönheiten und bedeutende, 
an die Meeresküste gerückte Tempelbauten weisen die kühnste Beherrschung 
landschaftlich großartiger Naturausschnitte auf. Nirgends hat sich der 
Architekt begnügt, das Bauwerk als Einzelschöpfung aufzufassen. Immer ist 
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Heidelberger Schloßpark nach M. Merian 
es ein großes Stück Natur, das von seinem formenden Geist dem Baugedanken 
dienstbar gemacht wird. 
Durch Umschließungen und Torbauten werden im flachen Wüstenland 
Höfe an Höfe gereiht, die in gesteigerter Pracht und mit allen gärtnerischen 
Hilfsmitteln gefördert, den Eindruck des Weihevollen und Erhabenen hervor- 
rufen. Zu den Grabdenkmälem der Pharaonen führen vorbereitende Anlagen, 
die meilenweit die Bedeutung der Denkmäler vorausahnen lassen. 
In den Terrassenbauten Asiens, welche große Stadtanlagen als zu- 
sammenhängendes Ganzes gliedern und den königlichen Palast an der 
höchsten und bedeutendsten Stelle mit größtem Glanz umgeben, hat die 
Kunst des Gärtners Gelegenheit zu besonderer Entwicklung gefunden. 

	        

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