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Volltext: Monatszeitschrift XI (1908 / Heft 6 und 7)

Abbildung 73. I-Iiogi ni hira-yotsume : Hinoki-Fächer 
mit vier flachgestellten Augen. Hira z flach. Der Fächer 
bildet das Jomon der Yamazaki, ehemaliger Daimyo zu 
Naruba in der Provinz Bitchu. 
Nun kommen einige Mon, bei denen der japanische 
Zeichner den Versuch machte, mittels Faltfächern die Figur 
des Schmetterlings nachzubilden. Imitationsliguren, für 
welche die japanereine ganz besondere Vorliebe zu besitzen 
scheinen, denn wir finden derartige Kuriositäten auch auf andern Gebieten. 
Abbildung 74. Ogi-cho -_- Faltfächer-Schmetterling, das heißt Faltfächer 
in Schmetterlingsform. Cho : Schmetterling. 
Abbildung 75. Ogi-ageha no cho : Faltfächer in Form eines Schmetter- 
lings mit aufgerichteten Flügeln. Age : aufrichten, ha (hane) : Flügel. Man 
vergleiche das nebenstehende Mon (Abbildung E) „Ageha no cho", das der 
Imitation als Vorlage diente. 
Abbildung 76. Ogi-fusen-cho : Faltfächer in Form eines Schmetterlings, 
wie solcher als Brokatmuster zu sehen ist. Fusen, eine Kürzung von fusenryo, 
ist ein erhabenes Muster auf Geweben. Derartige Fusen-Motive sind in der 
japanischen I-Ieraldik keine Seltenheit. Als Vorlage für die Imitation diente 
das Mon „Fusen-cho" (Abbildung F). 
Abbildung 77. I-Iiogi-cho : I-Iinoki-Fächer in Schmetterlingsform; ver- 
gleiche Abbildung 7 5. 
Abbildung 78. Ogi-ya: Faltfächer aus Pfeilen. Ya : Pfeil. Hier wird nicht 
wie bei den vorhergehenden Figuren ein Gegenstand mittels des Fächers, 
sondern dieser selbst durch einen andern, ihm im Wesen ganz fremden 
Gegenstand imitiert. 
B. DER BLATTFÄCHER (UCHIWA). 
Die weitere Reihe von Fächer-Wappen zeigt den starren, nicht zusammen- 
legbaren Blattfacher, der, wie bereits eingangs erwähnt, aus China stammt 
und injapan, mit Ausnahme des sogenannten Gumbai-uchiwa oder Feldherrn- 
fächer (Abbildung 117), nur als Hausgerät in Verwendung stand. 
Abbildung 79. l-Iitotsu uchiwa z Ein Blattfächer. 
Abbildung 80. Maru ni uchiwa : Blattfächer im Rund. 
Abbildung 81. Uchiwa z Blattfächer. Der Blattfächer ist hier mit einem 
Bild geschmückt, das man als „Futaba-aoi" (Futatsu : 2, ha : Blatt, aoi 
: Malve) anspricht "'. 
Abbildung 82. Te-asobi uchiwa : Blattfächer als Spiel- 
zeug. Te-asobi -_- Spielzeug. (Te I Hand, asobi : Ver- 
gnügen, Unterhaltung.) 
Abbildung83. E-uchiwazBlattfächer mitBild. E : Bild. 
 
Abb. E. 
Ageha no cho. 
 
4 Über die Pflanze Aoi sind die Meinungen geteilt; die einen sehen in ihr die 
Abb. F. Rosen-Malve oder Kappelrose (Althaea rosea), die andern eine Asarum-An, wieder 
Fusen cho. andre eine Hibiscus. Auch eine An japanischer Bergveilchen wird in ihr vermutet. 
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