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Volltext: Monatszeitschrift XI (1908 / Heft 6 und 7)

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Abbildung 84. Chigai-uchiwa : Gekreuzte Blattfächer. 
Abbildung 85. Mitsu chigai-uchiwa : Drei gekreuzte 
Blattfächer. 
Abbildung 86. Mitsu sori-e-uchiwa : Drei Blattfächer 
mit gebogenen Stielen. Sori : gebogen, e : Stiel. 
Abbildung 87. Mitsu fukakusa-uchiwa : Drei Fuka- 
kusa - Blattfächer. Fukakusa (Fukai : tief, kusa _-_ Gras), 
ist ein Quartier der Stadt Shizuokal in der Provinz Suruga oder Sun-shio. 
Abbildung 88. Itsu uchiwa : Fünf Blattfächer. Itsu ist eine Kürzung 
von Itsutsu -_- 5. 
Abbildung 89. Uchiwa neji-ume : Blattfächer in Form einer gewundenen 
Pßaumenbliite. Neji-ume : Gewundene Pflaumenblüte (neji : winden, 
drehen, ume : Pflaume, Prunus ume), eine stilisierte Form der Pflaumen- 
blüte, bei der die Bliitenblätter übereinander gewunden oder gedreht sind. 
(Abbildung G.) 
Die nächsten zwei Mon bieten wieder Imitationsfiguren von Schmetter- 
ling- und Blumenformen. 
Abbildung 90. Uchiwa-cho : Blattfächer in Schmetterlingsform. Die 
Blattfächer sind einem Schmetterling mit aufgerichteten Flügeln „Ageha no 
cho" (siehe Abbildung E) nachgebildet, nur ist hier die Imitation weit weniger 
gelungen als jene mit den Faltfächern. 
Abbildung 91, Uchiwagiri : Blattfächer in Kiriform. Das Kiri rnon, 
eines der Zeichen des kaiserlichen Hauses, ist aus den Blüten und Blättern 
der kaiserlichen Paulownie, Paulownia imperialis (Abbildung H) zusammen- 
gesetzt (siehe Jahrgang 1907, Seite 540). 
Die folgenden Bilder, Abbildungen 92 bis x01, zeigen uns Fächer, die 
nicht bloß der Form nach, sondern aus wirklichen Blättern gebildet sind. 
Abbildung 92. Kaji no ha-uchiwa : Kajiblattfächer. Kaji no ha z Blatt 
des Kaji, Broussonetia Kajinoki. (Kaji-no-ki, ki : Baum.) 
Abbildung 93. Kashiwa-uchiwa : Eichenblattfächer. Kashiwa : Kerb- 
blätterige Eiche, Quercus dentata. 
Abbildung 94. Momiji-uchiwa z Ahornblattfächer. Momiji : Ahorn, 
Acer palmatum, auch Acer polymorphum Sieb. 
Abbildung 95. Sasa no ha-uchiwa :Bambusblattfächer. Sasa z niedriger, 
breitblätteriger, nicht verholzender Bambus, Arundinaria japonica. Dieses 
Mon ist, wenn man die Blattrippen übersieht, sehr leicht mit dem Mon 
„shuro", Palme, Chamaerops excelsa, zu verwechseln. (Ver- 
gleiche Abbildung I.) 
Abbildung 96. Maru ni sasa no ha-uchiwa : Bambus- 
blattfächer im Rund. Sowohl Abbildung 95 als auch Ab- 
bildung 96 wird von der Familie Yonezu als Mon benutzt. 
Abbildung 97. Futatsu wari-ha-uchiwa : Zwei geteilte 
Blätterfächer. Wari : teilen. Die japanische Blasonierung (Gzzäjg;  
l i 
" Shizuoka. Sbizu : niedrig, auch arm, oka z Land. go : 5, shichi : 7) 
Abb. a. Neji-ume.
	        

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