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Volltext: Monatszeitschrift XI (1908 / Heft 6 und 7)

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lautet im Koeki moncho: „Futatsuba-uchiwa", eine Blaso- 
nierung, die aber der vorliegenden Zeichnung nicht voll- 
kommen entspricht, weil die Blätter entzwei geschnitten sind. 
Abbildung 98. Mitsu wari-ha-uchiwa : Drei geteilte 
Blätterfächer. 
Die nächstfolgenden drei Mon bringen wieder Imitations- 
Figuren zur Darstellung. Abb. l. Shuro 
Abbildung 99. Fusen ha-uchiwa : Blätterfächer in 
Brokatmusterform. Hier liegt abermals eine Schmetterlingsimitation vor, ohne 
daß dies in der Blasonierung zum Ausdruck kommt. (Siehe Abbildungen 76 
und F.) 
Abbildung 100. Ha-uchiwadomoe:Blätterfächer in Form eines Tomoe. 
T omoe :Bild des Tomo, das heißt auf dem T omo; Tomo :Hirschleder- 
polster gegen den Rückschlag der Bogensehne am linken Arm der Bogen- 
schützen, e : Bild (siehe Abbildungen K und L). Das Tomoe, eine Wellen- 
form, kommt in verschiedenen Stellungen vor, einzeln und mehrfach, als 
Futatsudomoe, Mitsudomoe und so weiter. Letztere Figur, das dreifache 
Tomoe, findet sich überaus zahlreich in der japanischen Dekorationskunst, 
so besonders an und in den Tempeln der Shinto-Gottheiten etc. Über das 
eigentliche Wesen und den Ursprung dieser Figur sind verschiedene An- 
sichten vorhanden, doch würde es zu weit führen, hier von allen diesen 
Erklärungen uud Deutungen Notiz zu nehmen. Auch die Tomoe-Figur wird 
in der japanischen Heraldik sehr häufig mittels anderer Gegenstände imitiert. 
Abbildung x01. Ha-uchiwadomoe. Hier liegt dieselbe Blasonierung vor, 
obzwar das Tomoe aus zwei Blätterfächern gebildet ist. 
Abbildung 102. Ha-uchiwa -_- Fedemfächer. Ha r: Feder. Dieses Mon 
ist dem Meergott „Kompira" oder „Kotohira" beigelegt. 
Die Abbildungen 103 bis 116 zeigen den chinesischen Blattfächer, To- 
uchiwa (T0 -_- Osten, auch Dai-to : Großer Osten : China), als Familien- 
zeichen der Japaner. 
Abbildung 103. To-uchiwa : Chinesischer Blattfächer. 
Abbildung 104. Owari to-uchiwa : In große Teile zerlegter chine- 
sischer Blattfächer. O : groß, wari : teilen. Diese Formation eines heral- 
dischen Motivs ist unter den Familienzeichen der Japaner häufig anzu- 
treffen. Das vorliegende Bild wird von den Naito, ehemaligen Daimyo zu 
Murakami in der Provinz Echigo, als Kaemon geführt. 
Abbildung 105. Fusa uchiwa : Blattfächer mit 
Quasten. Der hier erscheinende chinesische Blattfächer 
bildet mit seinen bequasteten Schnüren ein Rund (Maru) 
und besitzt mit dernlVlon, Abbildung 69, großeÄhnlichkeit. 
Abbildung 106. To-uchiwa ni hitotsu-zuat : Chine- 
B sischer Blattfächer mit einem Efeublatt. Tsuta z Efeu, 
Abb'K'T"'""'('"i'd""" Cissus Thunb. (Hier das ts zu einem z" erweicht.) 
in der Form ähnlichem 
Schriftzeichen) '„Z" wird wie ein weiches s ausgesprochen. 
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