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Volltext: Monatszeitschrift XI (1908 / Heft 8 und 9)

Tun 
Durchmesser und hat eine Tiefe von 
1o Zentimeter. Der Fond der Innen- 
Bäche ist hellblau mit einer Stimmung 
ins Graue. Das Mittel zeigt das Schloß 
I-Iohen-Aschau auf bewaldeter Höhe, 
am Fuß dieser Höhe einen Gebäude- 
komplex, welcher sich mit den heu- 
tigen örtlichen Verhältnissen nicht 
mehr in Einklang bringen läßt. Das 
Mauerwerk ist weiß, das Dachwerk 
rot, Wiese und Baumschlag hellgrün 
gemalt; gelb mit roten Scheiben ist 
der den Spiegel der Schüssel umschließende 
Blattkranz. Der Schüsselrand trägt die Wap- 
pen der Grafen von Preysing und der badi- 
schen Stadt Rastatt mit zugehörigen weißen 
Überschriften. Sie lauten: „Johann Max V. 
Corn. de Preising Hohen-Aschau" und „Mi- 
nist. de Rastatt 1797". 
Empfänger der Schüssel war also ]o- 
hann Max V. Graf von Preysing, geboren 
1764. Kurfürst Karl Theodor ernannte ihn 
1778 zum geheimen Rat und Vizepräsidenten 
des Hofratskollegiums, später zum Vorstand 
der Polizeideputation. Im Jahre 1792 wurde 
Graf Max in den Ausschuß der Landschaft 
berufen und ging im November 1797 als Ge- 
sandter nach Rastatt, um bei der Friedens- 
konferenz die Interessen Bayerns zu ver- 
treten. Vermutlich auf des Grafen Lehrbach 
Betreiben trat an seine Stelle, da sich Prey- 
sing zu tief mit den französischen Gesandten 
einließ, seit dem 22. Februar 1798 Graf 
Topor Morawitzky als Vertreter Bayerns. 
Graf Preysing zog sich 1817 vom Staatsdienst 
zurück und starb 1827. Mit ihm erlosch das 
Geschlecht im Mannesstamrn. 
Sein Besitz bei Aschau, das Stamm- 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Siegburger Riesenschnelle, im Besitz des . . . . 
amen Rudol, Fudinand Kinsky in wie" schloß Hohen-Aschau, 1st mit seinen ein- 
zelnen Baulichkeiten getreu wiedergegeben, 
vermutlich bei Benutzung eines etwa gleichzeitigen Stiches. Neben dem 
Schloß mit hohem Turm ist die Schloßkirche und am Abhang des Berges 
die 1648 von Wolfgang Scherr erbaute Rastkapelle sichtbar. Hohenaschau, 
von Apian als „perelegans caput hujus territorii" bezeichnet, wurde ab 1620
	        

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