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Volltext: Monatszeitschrift XI (1908 / Heft 8 und 9)

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nach dem Tode 
des ersteren wur- 
de Professor Cla- 
son x89! als Ar- 
chitekt mit der 
Durchführung der 
Ausfuhrungspläne 
betraut. Inzwi- 
schen hatte sich 
das Programm 
sehr vereinfacht. 
Von dem ganzen 
großen Baukom- 
plex sollte nur 
etwa ein Drittel 
zur Ausführung 
gelangen; der 
I-Iaupttrakt mit 
der Volkshalle, 
der Kirche, den 
Sammlungs- und 
Bibliotheksräu- 
men. Außerdem 
war auch der 
Charakter der 
Bauformen durch 
jenes Vorgehen 
bestirnmtworden, 
das im XIX. Jahr- 
hundert so oft 
maßgebend war. 
Man strebte die 
Verwendung nationaler „Motive" aus den Werken der heimischen Bau- 
kunst an und griff auf die Schloßbauten der Renaissancezeit zurück, welche 
im Norden noch vielfach erhalten sind. 
Diese Werke kennzeichnen das Weiterleben mittelalterlicher Konstruk- 
tionen und den EinHuß holländischer und norddeutscher Künstler. Mit ihren 
steilen Giebeln und schlanken Türmen, den rohen Ziegelflächen und dünnen 
Steinbändern mit zierlichen Steinornamenten, kommen sie den Bedürfnissen 
vielfach gegliederter Wohnbauten sehr entgegen; namentlich die Umgebung 
Kopenhagens ist reich an solchen Schloßbauten, die wieder mit den nord- 
deutschen Backsteinbauten verwandtschaftliche Züge aufweisen. Sie ent- 
stammen einer Blütezeit skandinavischer Macht und Größe und werden im 
Norden eifrig studiert und geschätzt. 
Das Nordisch: Museum in Stockholm. Volkshalle
	        

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