MAK

Volltext: Monatszeitschrift XI (1908 / Heft 8 und 9)

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Das Nordische Museum in Stockholm, Geräte aus "Dalarne" 
Es läßt sich nicht schwer nachweisen, daß die unmittelbare „stilechte" 
Übertragung dieser Formen auf ein Bauwerk unserer Zeit, besonders aber 
auf einen Museumsbau, der ganz neuen Zwecken dient, künstlerisch und 
praktisch zu Kompromissen führen mußte. 
Darum geht der eben vollendete Prachtbau des Nordischen Museums 
demjenigen, der eine moderne, fortgeschrittene Lösung des Problems er- 
wartet, wie man sie gerade im Norden sucht, nicht sehr nahe. Hingegen wird 
jeder, der eine formvollendete, gewandte und durchgebildete Anwendung 
historischer Bauformen liebt, sehr befriedigt werden. 
Die reich geschmückte, vielgiebelige, von zahlreichen Türmen bekrönte 
Außenseite gibt ein bewegtes Architekturbild. Im Innern ragt eine mächtige, 
hohe, von Rippengewölben überdeckte Halle durch alle Geschosse wie das 
Mittelschiff einer gotischen Basilika; eine lange Stufenreihe führt in der 
Mitte der einen Längseite zu einer erhöhten Abside, in der eine Monumental- 
figur, König GustavWasa, der Reichsgründer, thront und die ein schwedisches 
Pantheon werden soll. 
Gegenüber betont ein monumentales Steinportal den Eingang. Überall 
strenge stilistische Reminiszenzen in gutem Material mit Eleganz durchge- 
führt - viel Anknüpfungen an die Kirchenbaukunst -, aber keine neuen
	        

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