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Volltext: Monatszeitschrift XI (1908 / Heft 10)

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scheinbar nebensächliche Dingekünstlerisch gearbeitet sein können,wär's auch nur durch die 
Verteilung künstlerisch schöner Schrift auf der Oberseite! Man hat mit Recht den gewöhn- 
lichen „Souvenirs de voyage", wie sie sonst in München verkauft werden, den EinlaB in 
die Ausstellung verwehrt! Wozu immer der obligate Maßkrug, wozu stets die Frauentünne, 
als 0b es nicht auch für derlei Kleinigkeiten eine künstlerische Sprache gäbe, die der Rede 
wert ist! Solche Dinge reden von wahrem Kunstempfmden oft stärker als die großen, 
teuren, die zwar repräsentieren, aber nicht immer den eigentlichen Geist einer solchen, 
alle Kreise durchdringenden künstlerischen Tat charakterisieren, wie diese Ausstellung 
es ist. Berlepsch-Valendäs 
PREISAUSSCHREIBEN FÜR ÖSTERREICHISCHE KÜNSTLER 
zur Herstellung einer goldenen Ehrenkette für den Rektor der k. k. Hochschule für 
Bodenkultur in Wien. Die Kette darf nicht unter 108 Zentimeter lang sein und nicht unter 
640 Gramm 14karatiges Gold Gewicht haben. Sie mul] eine Gliederkette sein mit Em- 
blemen, welche die drei Studienrichtungen der Hochschule (Landwirtschaft, Forstwirtschaft 
und Kulturtechnik) kennzeichnen; ferner mull die Kette in der Mitte ä breloqueartig - ein 
größeres Medaillen enthalten, auf dessen Vorderseite sich das Reliefbild Sr. Majestät des 
Kaisers Franz Joseph 1., auf der Rückseite eine Ansicht der Hochschule befindet mit dem 
Datum der Verleihung des Promotionsrechtes (8. August 1905). Die Art der Ausführung 
der Kette ist dern Ermessen der Künstler anheimgestellt. Gesamtausführungssumrne (ein- 
schließlich des Materialwerts) 6500 Kronen. Die Entwürfe sind bis spätestens 15. N o- 
vember 19o8 an das Rektorat der k. k. Hochschule für Bodenkultur in Wien, XVIIL, Hoch- 
Schulstraße 17, zu senden. Der erste Preis besteht in der Zuerkennung der Ausführung des 
entsprechend erkannten Entwurfs. Für den Fall, daß ein konkurrierender Künstler die Aus- 
Führung seines Konkurrenzentwurfs aus irgendeinem Grund nicht persönlich besorgen würde, 
ist er verpflichtet, auf dem Entwurf Name und Adresse derjenigen österreichischen Firma 
bekanntzugeben, welche unter seiner Aufsicht die Kette herstellen würde. Für den zweiten 
Preis sind 150, fürden dritten 100 Kronen ausgesetzt.Weitere Auskünfte in der Rektoratskanzlei. 
PREISAÜSSCHREIBÜNG. Das kunstgewerbliche Museum der Handels- und 
Gewerbekammer in Prag schreibt für das jahr 1908 folgende Preisaufgaben aus: 
I. Garnitur von drei l-Iaarkämmen als Haarschmuck. Der Dekor in Juwelier- oder Metall- 
arbeit, eventuell mit Email. Der Verkaufspreis darf 100 Kronen nicht übersteigen. Drei 
Preise zu 250, 150 und 100 Kronen. II. Blumenvase aus Metall in Treibarbeit verziert. Der 
Verkaufspreis darf 60 Kronen nicht übersteigen. Drei Preise zu 250, 150 und 100 Kronen. 
III. Ledereinband des Katalogs der Museumsbibliothek. Es ist besonders auf ein harmo- 
nisches Ganze der Deckel, des Rückens, des Vorsatzpapiers und des Schnittes zu achten. 
Der Verkaufspreis des Einbandes darf 15 Kronen nicht übersteigen. Drei Preise zu 120, 
80 und 50 Kronen. An der Konkurrenz können sich in Böhmen ansässige Kunstgewerbe- 
treibende oder bei solchen in Verwendung stehende Mitarbeiter beteiligen; ferner die 
nach Böhmen zuständigen absolvierten Schüler der k. k. Kunstgewerbeschule in Prag und 
der gewerblichen Fachschulen Böhmens und die in den betreffenden Fächern selbst 
schaffenden Künstler. Nähere Bestimmungen enthält die Konkurrenzordnung. 
MITTEILUNGEN AUS DEM K. K. ÖSTER- 
REICHISCHEN MUSEUM 50- 
BIBLIOTHEK DES MUSEUMS. Vom 21. Oktober bis 20. März ist die Bibliothek 
des Museums, wie alljährlich, an Wochentagen - mit Ausnahme des Montags - von 
9 bis x Uhr und von 6 bis 8'], Uhr abends, an Sonn- und Feiertagen von 9 bis 1 Uhr geöffnet. 
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