MAK

Volltext: Monatszeitschrift XII (1909 / Heft 3)

Ein bestimmter Spie- 
geltyp wird „Bilbao" ge- 
nannt. Es waren davon 
mehrere in der Ausstellung. 
Diese Spiegel sollen aus 
Marblehead im Staate Mas- 
sachusetts kommen. Nach 
der Tradition wurde das 
Original von Schiffern aus 
Bilbao gebracht. Die Spie- 
gel haben vergoldete Rah- 
men mit Filigranarbeit. Als 
Ornamente wurden Rosen 
und Urnen bevorzugt. Für 
diese Arbeiten sind auch 
Auflagen von Rosamarmor 
charakteristisch. Auch das 
„Bilbaoglas" hat auf sei- 
nem oberenTeil Malereien. 
Solche Malereien Fin- 
den wir auch auf großen 
Standuhren, die aus der 
ersten Hälfte des XIX. Jahr- 
hunderts stammen. Auf der 
einen ist der Name des 
Uhrmachers David Wood, 
Newburyport, angebracht. Seine Arbeit zeigt architektonische Formen und 
fächerartige Einlagen aus Atlasholz. Eine andere große Uhr war mit 
Malereien versehen, die die verschiedenen Stellungen des Mondes zeigen. 
Das Gehäuse bildet einen Bogen, der von kannelierten Säulen getragen wird. 
Die Karniese schmückt eine Taube mit Ölzweig. Das Gehäuse ist aus 
Mahagoni mit Einlagen aus andersfarbigem Holz, einer Technik, die in jener 
Zeit auch bei den hiesigen Möbeln vielfach in Anwendung kam. 
a Eine andere der ausgestellten Uhren gehörte dem sogenannten „Banjo"- 
Typ an. Sie besaß einen Metallrahmen, den eine Kugel mit einem Adler 
krönte, darunter befanden sich Holzeinlagen, auf denen amerikanische und 
englische Flaggen gemalt waren. Der untere Teil des Gehäuses hatte ver- 
goldete Tropfen. 
Im ganzen umfaßte die Möbelausstellung etwa 200 Gegenstände. 
Am nächsten kam ihr, soweit die Reichhaltigkeit und Übersicht in 
Betracht kommt, die Ausstellung von Silbersachen. Von diesen Gegen- 
Ständen waren ungefähr 300 vorhanden. 
Die ersten Silberwaren wurden in Neuengland von englischen und 
schottischen Einwanderern verfertigt. Auch später noch sind in Neuengland, 
 
Hudson-Fulton-Ausstellung in Newyork. Tischkommode („High- 
boy"), Kolonialmöbel, zweite Hälfte des XVII. jahrhunderts
	        

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