MAK

Volltext: Monatszeitschrift XII (1909 / Heft 3)

 
Auf die Gabel haben die ersten Kolo- 
nisten verzichtet. Die nächste Generation 
gebrauchte sie, zog es aber bald vor, die 
Silbergabeln einzuschmelzen. Das wurde so 
gründlich getan, daß von jener Zeit keine mehr 
übrig blieb. Die Ausstellung konnte deshalb nur 
solche aus dem XVIII. Jahrhundert bringen. Ihre 
Griffe harrnonierten mit denen der Löffel. 
Krüge wurden zu Anfang der Kolonialzeit 
nach unten breit geformt. Sie hatten einen flachen 
Deckel und einen einfachen S-förmigen Henkel. 
Später wölbte man den Deckel und brachte 
Zierat an. Zuerst hatten die Krüge keine Schnäbel, 
solche wurden erst später angebracht, dann aber 
auch noch an die alten vorhandenen Krüge. 
Um die Mitte des XVIII. Jahrhunderts wurden 
hier Tee- und Kaffeekannen allgemeiner ge- 
Hudson düllron-Aussrellung in New- braucht. DieTeekannen waren rund oder glocken- 
ymk"Umlfrifgsfglfäfätäfgäialmübel förmig. Gegen Ende des Jahrhunderts wurden 
sie aber oval oder auch rechteckig geformt und 
mit Festons geschmückt. Der Henkel bekam die Form eines C. Der Deckel 
erhielt eine leichte Erhöhung und für den Knopf wurde das Motiv des 
T annenzapfens verwendet, später auch das der Ananas. Die Kaffee- 
kannen zeigten zylindrische, oft nach oben schmäler werdende Formen. 
Nach einiger Zeit wurden sie aber ähnlich wie die Teekannen gemacht, auch 
bekamen sie nun mehr Verzierungen. Die Formen der Milchkännchen und 
Zuckerdosen stimmten mit denen der Tee- und Kaffeekannen überein. Im 
XVIII. Jahrhundert waren die „Porringersü 
wie man die kleinen Schüsseln mit I-Ienkeln 
nannte, sehr gebräuchlich. Die hübsch ver- 
zierten Henkel hatten geometrische Formen, 
die auch der Zitronenpresse, die damals be- 
liebt war, gegeben wurde. 
Von dieser ganzen Entwicklung der 
amerikanischen Silberarbeiten gab die Aus- 
stellung ein recht gutes Bild. Da sie mehr 
die Unterschiede der Zeit als die individuelle 
Verschiedenheit brachte, so habe ich hier 
auch nicht versucht, die Eigenart der ein- 
zelnen Silberschmiede hervorzuheben. Die 
individuellen Silberschmiede hielten sich 
vor allem an die Formen und Dekorationen, 
die zu der Zeit üblich waren. Immerhin hatten ""65"'F""""'A"ss""""g i" N'Wy'"k' 
_ __ _ Krug, Silber, von Jacobus Vanderspiegel, 
alle Stücke einen personlichen Charakter. Newyork, was bis X105 

	        

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