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Volltext: Monatszeitschrift XII (1909 / Heft 4)

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DIE_BRONZEN DER SAMMLUNG GUIDO VON 
RHO IN WIEN S9 VON ALFRED WALCHER 
HEIN-WIEN S0- 
IT der Sammlung von Kleinbronzen des Herrn Guido 
von Rhö in Wien eröffnet Dr. Edmund Wilhelm 
Braun unter dern Titel „Österreichische Privat- 
sammlungen"! eine Reihe von Bänden, welche die 
zur Geschichte der Kunst und des Kunstgewerbes 
wichtigsten Objekte aus weniger beachteten, weil 
nicht allgemein zugänglichen Sammlungen weite- 
ren Kreisen bekannt machen sollen. Die Absicht, 
den Kunstbesitz kleinerer Kollektionen und 
Spezialsammlungen, welche 
sich leider in den seltensten 
Fällen auf Generationen vererben können, in solcher 
Weise für immer im Bilde festzuhalten und damit der 
Kunstwissenschaft ein unvergängliches Repertorium zu 
schaffen, ist herzlich zu begrüßen und es war die Wahl 
der Sammlung von Rhö für den ersten Band der öster- 
reichischen Materialsanunlungen angesichts des großen 
und allgemeinen Interesses, das sich dermalen speziell 
für Kleinbronzen kundgibt, eine äußerst glückliche. Zu 
dem kunsthistorischen Wert dieses Besitzes tritt noch 
ein zweiter, idealer, den alle Spezialsammlungen in bald 
höherem, bald geringerem Maße äußern - ich meine die 
ergiebige, hier fließende Quelle aus dem durch langjährige 
liebevolle Beschäftigung mit ein und demselben Thema 
aufgehäuftem Material - eine Leistung, die ein öffent- 
liches Institut in Berücksichtigung seiner vielseitigen Auf- 
gaben kaum übernehmen kann und daher den Spezial- 
sammlern überlassen muß. Diese fördern mit ihrem 
geschlossenen Besitz intensiv den Ausbau der Kunst- 
wissenschaft und liefern die Mittel zur erschöpfenden 
Behandlung der Geschichte des Kunstgewerbes. 
Direktor Braun leitet den ersten Band mit einem 
Hinblick auf den derrnaligen Stand der Forschungen auf 
dem Gebiet der Kleinbronzen ein. Die wissenschaftliche 
Arbeit hat er in einem, der Vorrede folgenden beschrei- 
benden Verzeichnis äußerst gewissenhaft niedergelegt. Brvnzeßzur, mckm äl- 
Es ist einerseits durch seine strenge Kürze, die dem m" Mam" Bdmimmg 
einer Zimmerfontäne. 
Fachmann und dem Laien rasche Orientierung ermög- sienesisch (z). xv. 11m. 
hundert, Höhe x8 Zenti- 
' Mit 5x Lichtdrucktafeln und zc Abbildungen im Text. Wien, Anton meter (Sammlung 
SchrolläCm, xgu8. 4'. Guido von R116, Wien) 
 
	        

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