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Volltext: Monatszeitschrift XII (1909 / Heft 5)

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wald mit vereinzelten alten Prachtexemplaren von Bäumen (Abb. 5, 6, 7 ff.). 
Weiter hinab ziehen sich grüne Wiesen, ehedem Weideland, ebenfalls mit 
reichlichen Baumbeständen. Letztere wurden bei Projektierung des Ganzen 
als Noli me tangere respektiert, Wege und Straßen zum Teil mit Rücksicht 
auf sie zur Entwicklung gebracht. Hampstead selbst, die Stadt und ihre durch 
C. H. B. Quennels famose Landhausanlagen bekannt gewordenen Garten- 
viertel, liegt jenseits des I-Iiigelkammes, von dem aus man nicht bloß einen 
großartigen Blick auf das I-Iäusermeer der Millionenstadt (östlich), sondern 
auch weite Fernsicht in die herrlichen Gelände von Middlesex hat. Die 
Londoner ziehen denn auch an freien Tagen in hellen Haufen nach diesen, 
 
Abb. 33. Garden Suburb Hampstead. GroßerWohnhof,Hampstead-Way, Architekt: GeoHroy Lucas, A. R. I. B. A. 
in frischer, staubfreier, bis heute von allem Kohlenruß verschont gebliebener 
Luft gelegenen Geländen hinaus. Wohl denen, die da wohnen können. 
Die Ausbildung einer Wohnhausstadt war die am wesentlichsten ins 
Gewicht fallende Aufgabe, einer Wohnhausstadt, die unter Aufwendung 
unauffälliger Mittel wie etwas logisch Entwickeltes aussieht. Mit der Auf- 
stellung von Zierbrunnen, mit Bildsäulen, Flaggenstangen oder ähnlichen 
dekorativen Versatzstücken, wie sie von unserer Zeit manchem verfehlten 
Straßenbild zwecks Verschönerung nutzloserweise und obendrein meist am 
unrechten Orte eingefügt werden, ist vorerst nicht gerechnet. Kein Krieger- 
denkmal, deren es ja auch in England manche recht unbedeutende gibt, kein 
Reiterstandbild mit allegorischen Figuren, mit Putten und übrigen Rezept- 
anhängseln einer gewissen Sorte von Monumentalkunst, nichts von alledem
	        

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