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Volltext: Monatsschrift für Kunst und Gewerbe II (1867 / 16)

"'36. MITTHEILUN GEN WIE"- 
Zweiter Jahrgang. da, 15. Jänner 1867. - 
k. k. österr. Museums für Kunst 81 Industrie 
(Monatschrift für Kunst 8a Kunst-gewerhe.) 
 
 
(Äm 15. eines jeden Monats erscheint eine Nummer. - Abonnementspreis per Jahr 3 ü. ö. W. 
lhdncfeur Dr. G. Thu. Expedition von C. Geroldä Sohn. Man abonnirt im Museum, bei ..- 
C. GENE"! Sohn, durch die Postanstzlten, sowie durch alle Bueh- und Kunsthandlungen.) 
l u h al t: Deutsches Kunll- und Gewerbe-Museum lu Brrlin. - Uebor Baugeuelue. Von PrM. l. Stress. - 
Kleinere llttheilungel. - Fortsetzung der im ll. k. Hunn- Irl Wien lliutlichen Gypsnbgülse. - 
Neul Erwerbungen der Bibliothek. 
(lllt dlelnr Nummer wird der Jahrelberlcht de! önterr. llulollms pro 1866 als Beilage lucßegehnll.) 
Deutsches Kumt- und Gewerbe-Museum zu Berlin. 
Wir haben unsern Lesern bereits in Nr. 13 der „Mittheiluugen" 
Nachricht gegeben von den ernstlichen Bestrebungen, mit welchen eine 
gi-osse Anzahl intelligenter, den verschiedensten Berufsclassen augehöriger 
Männer in Berlin bemüht sind, die beschleunigte Errichtung eines kunst- 
gewerblichen Museums ins Werk zu setzen. 
Seit Kurzem liegt nun der Prospect dieses Unternehmens, welches 
d'en Titel "Deutsches Kunst- und Gewerbe-Museum" führen soll, vor, 
und wir halten diese Angelegenheit für so wichtig, dass wir uns beeilen, 
denselben hiermit in seinem ganzen Umfange zu reproduciren. 
Das Schrihstück lautet, wie folgt: 
„Project für ein deutsches Kunst- und Gewerbe-Museum zu Berlin. 
i "r „Die'Unterzeichneten sind zusammengetreten, um ein Kunst- und 
(Qewerbe-Museum für Berlin in's Leben zu rufen. Zweck der An- 
stalt soll sein, den Gewerbetreibenden die Hilfsmittel der Kunst und 
Wissenschaß zur Hebung und Förderung der gesammten Industrie zu- 
gänglich zu machen. Die Organisation ist aus der weiter unten folgenden 
Uebersicht der zu begründenden Sammlungen und Unterrichtscurse zu 
ersehen. Eine solche Anstalt erscheint nothwendig, wenn unsere In- 
dustrie auch fernerhin im Stande sein soll, mit der anderer Völker erfolg- 
reich in die Schranken zu treten. 
Als die erste Weltausstellung von 1851 den Engländerin klar vor 
Augen führte, dass sie, die sich bis dahin auf der Höhe aller Industrie 
wähnten, in allen Gebieten, die von der Kunst, dem Geschmack und 
der Phantasie beherrscht werden, durch andere Nationen in Schatten ge- 
stellt worden waren, suchten sie mit Auibietung aller Mittel sich auf 
diesen Gebieten emporzuarheiten. Sie gründeten Kunstgewerheschulen 
Hi
	        

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