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Volltext: Monatszeitschrift XII (1909 / Heft 12)

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folgt daraus, daß die Spitzen 
sämtlicher Pfähle noch über 
dem gewachsenen Boden sich 
befinden. Um den Nachweis 
der Richtigkeit der statischen 
Berechnung zu erbringen, 
welch letztere auf Grund der 
dynamischen Methode nach 
der Sternschen „Allgemeinen 
Rammformel" vorgenommen 
wurde, wurde ein Pfahl einer 
Probebelastung, und zwar bis 
zu 92.480 Kilogramm unter- 
zogen. Bei der maßgebenden 
Belastung von 40.000 Kilo- 
gramm ergab sich eine Setzung 
von rund 9 Millimeter. Dieses 
Maß ermäßigt sich selbstver- 
ständlich bei in Gruppen ge- 
rammten Pfählen und in der 
Tat ergaben die unter Kon- 
trolle der k. k. Bauleitung 
während und nach dem Auf- 
bau vorgenommenen Kontroll- 
nivellements der in den Fundamentbetonkörpern angebrachten Fixpunkte 
durchweg geringere und vollständig gleichmäßige Setzungen. 
Wie der Fundamentplan zeigt, wurden die Pfähle fast in allen Mauern 
in zwei Reihen, und zwar versetzt angeordnet. Nur in den sehr gering 
belasteten Mauern konnte mit einreihiger Anordnung das Auslangen gefunden 
werden. Die Pfahlentfernung beträgt je nach der Belastung der Mauern im 
Durchschnitt I'I0 Meter. Über den Pfahlköpfen wurde ein zirka 1 bis 1' 5 Meter 
hoher Stampfbetonrost ausgeführt. 
Der Zubau wurde nach den Plänen des Architekten Oberbaurates Ludwig 
Baumann im Auftrage des k. k. Unterrichtsministeriums, in dessen Ressort 
das Österreichische Museum zur Zeit des Baubeginnes gehörte, aufgeführt. 
Der Bau hat in der Wollzeile eine F rontlänge von 41'6o Meter, neben dem 
Wienflusse eine solche von 57'8o Meter. Der Trakt in der Wollzeile ist 
zweistöckig und enthält den Haupteingang, die Eintrittshalle (Vestibül), 
Bureauräume, im ersten Stock den Vortragssaal und im zweiten Stock die 
Wohnung des Museumsdirektors. Rechts und links von der Eintrittshalle, 
beziehungsweise dem Vortragssaale sind die Geschosse - im Parterre und 
im ersten Stockwerk - durch Decken in Zwischengeschosse unterteilt, 
welche als Bureauräume, beziehungsweise im Parterre links als Wohnung 
für den Portier verwendet werden. Der an diesen Trakt anstoßende neue 
 
Probepilote 
76'
	        

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