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Volltext: Monatszeitschrift XII (1909 / Heft 8 und 9)

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Ausstellung für christliche Kunst in Düsseldorf. Josef von Fllhrieh, Die heilige Familie in Nazareth, Feder- 
zeichnung (Frau Anny von Rittinger-Führich, Innsbruck) 
geheimnisvollen Pakete zurück. Eine Weile danach rief er den Knaben und 
sagte erfreut: „Sieh, Alfons, die Fische sind doch recht," und als man ihn 
fragte, warum er auf die Worte des Kindes so viel gegeben habe, erwiderte 
er: „Kinder haben einen so feinen Wahrheitssinn, daß sie oft Dinge bemerken, 
welche die Erwachsenen übersehen. Alfonsens Frage zeigte mir meinen 
Fisch in einem neuen Lichte und machte mich unsicher, bis ich die Richtigkeit 
meiner Zeichnung geprüft hatte." 
Übrigens auch ein ergreifendes Bild seines bescheidenen Wesens. 
Es soll ja nicht geleugnet werden, daß solche Grundsätze, wie sie Over- 
beck und die Seinen vertraten, in der gesunden Kunst unbewußt immer Gel- 
tung haben; aber durch ungesunde Entwicklung waren sie eben vielfach 
wieder verdunkelt worden. Und jedenfalls müssen wir solche Grundsätze 
auch als unsere anerkennen. Vielleicht wird man aber einwenden: die Grund- 
sätze werden doch nicht so richtig sein; denn jene Meister haben trotz solcher 
Grundsätze nicht die Vollendung erreicht. Oder wenn_ die Grundsätze schon 
richtig sein mögen, dann waren eben die Künstler nicht die besten und 
haben für uns keinen Wert.
	        

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