MAK

Volltext: Monatszeitschrift XII (1909 / Heft 8 und 9)

Jahre etwa, für die die 
Modelleure sich noch 
nicht mit Sicherheit 
trennen und dem Na- 
men nach nachweisen 
lassen, war kein her- 
vorragend hoher. Es 
scheint, daß hier die 
feinen hölischen For- 
men, wie wir sie in 
Nymphenburg durch- 
weg vorfinden, einer 
gewissen spießbür- 
gerlichen Derbheit 
weichen mußten. Im- 
merhin sind auch aus 
der ersten Periode 
recht gute Modelle, 
besonders in den amu- 
rösen Gruppen, den 
Weltteilen, den gro- 
ßen Chinesen, vorhan- 
den. Als Bestes die- 
ser Zeit können viel- 
leicht die großen, wohl 
für Tafelschmuck be- 
stimmten Zusammen- 
stellungen der Jagd 
T v F k M d n L k, ( und der Chinesen gel- 
oilette der enus, ran enthaler Gruppe, o e von üc . Bayerischer -- . 
Obersthofmeisterstab, Schloß Würzburg) ten- Uberha-"Pt bietet 
die Ausstellung in bis- 
her wohl noch nicht gebotener Weise Gelegenheit, die einzelnen Serien fast 
vollständig, aus verschiedenem Besitz zusammengestellt, vor Augen zu sehen. 
' Neben den genannten sind hier noch von den Serien das kleine Chinesenhaus 
mit den Chinesen, die früheren Puttenserien, die sogenannte Alpenserie, die 
Serie der Ernte, die Serie der Soldaten, die italienischen Komödianten- 
Figuren und einzelnes der früheren allegorischen Gruppen zu finden. 
Die zweite Periode, die sich schon durch eine wesentlich verfeinerte 
Faktur auszeichnet und die vielleicht, wenigstens in ihren besseren Erzeug- 
nissen, mit dem Namen des Karl Gottlieb Lück in Verbindung gebracht 
werden kann, stimmt ihre Note schon wesentlich mehr auf einen höiischen 
Ton. Die meist zweiügurigen Gruppen, am bekanntesten sind die fünf Sinne, 
sämtlich mit starkem galanten Beigeschmack, bilden den Mittelpunkt. Hier 
kommt die besondere Art des Frankenthaler Geschmacks, der sich allerdings
	        

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