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Volltext: Monatszeitschrift XII (1909 / Heft 8 und 9)

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und Dankbarkeit verbunden sind. Das k. k. 
Österreichische Museum darf sich rühmen, 
Ihnen seit seiner Begründung und in allen 
Phasen seiner Entwicklung besonders nahe 
gestanden zu sein, und hier ist jederzeit die 
volle Würdigung der großen, bleibenden Ver- 
dienste lebendig gewesen, welche Sie sich als 
Altmeister des heimischen Kunstgewerbes, als 
Förderer der Kunst in allen ihren Zweigen, als 
treuer Berater und Freund des Museums und 
seiner Angehörigen erworben haben. Sie 
waren einer der Ersten, die sich mit aller I-Iin- 
gebung und rückhaltslos an die Seite Eiteiber- 
gers gestellt und ihn bei der Organisation des 
k. k. Österreichischen Museums, bei dessen 
innerem Ausbau und seinem Wirken nach 
außen aufs tatkräftigste unterstützt haben. 
Stets ein Mann des Fortschritts haben Sie 
durch Ihr eigenes künstlerisches Arbeiten wie 
durch Ihren klugen Rat und Ihre vorbildliche 
Opferwilligkeit in hervorragendem Maße zu 
dem Aufschwung des österreichischen kunst- 
handwerklichen Schaffens beigetragen, auf 
welches wir stolz zu sein alle Ursache haben 
und das Ausland mit hoher Achtung blickt. 
Es ist mir ein wahres Bedürfnis, Ihnen 
hiefür namens des meiner Leitung unterstell- 
ten Instituts wie im eigenem Namen und im 
Geiste meiner Amtsvorgänger und Kollegen 
den innigsten wärmsten Dank zu sagen und 
Sie aufs neue der umwandelbaren treuen Ver- 
ehrung zu versichern, welche das k. k. Öster- 
reichische Museum stets als eine Ehrenpiiicht 
gegen Sie betrachten wird. 
Möge Ihnen ein gütiges Geschick, das Sie 
so wunderbar bis zu diesem seltenen Jubel- 
tag geführt hat, noch viele Jahre reich an 
Freude und erfolgreicher Arbeit im Dienste der 
allgemeinen Interessen des Vaterlands schen- 
ken, das Sie zu seinen besten Söhnen zählt. 
Und bleiben Sie dem k. k. Österreichischen 
Museum der treue gute Freund, der Sie ihm 
bisher gewesen sind. In aufrichtiger-Verehrung 
der Direktor des k. k. Österreichischen Mu- 
seums für Kunst und Industrie: 
Dr. Eduard Leisching." 
Wien, Ende Juli xgog. 
Ausstellung der k. k. Fachschule liir Kunststickerei 
in Wien. Läufer in Renaissancestich, blaue und grüne 
Seide auf graublauern englischen Leinensroß", Entwurf 
wig Lobmeyr folgendes Schreiben: des m. H. Schreyer, Arbeit des früheren Ateliers 
Hierauf erhielt der Direktor des k. k. 
Österreichischen Museums von Herrn Lud-
	        

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