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Volltext: Monatszeitschrift XII (1909 / Heft 6 und 7)

hinzutretenden Personen und 
daraus folgenden Szenen führen 
uns in die Musterwerkstatt eines 
gerechten und tüchtigen Meisters. 
Dieser, persönlich tätig, nimmt 
Arbeit und Verdienst von einem 
Auftraggeber und läßt beide auch 
dem eben eintretenden I-Iafner- 
knecht zukommen. In der rechten 
Nische hat er die An- 
fertigung eines Plutzers 
vollendet und erhält vom 
Besteller einen Wein- 
trunk. Die Erklärung zu 
dieser Szene ist durch 
das Gespräch zwischen 
Meister und Besteller 
unten in vier Zeilen ge- 
geben: Es lautet: 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
„Ich bring dir ain Becher 
voll gueten Wein 
Mach mir die Plutzer 
I-Iöffen hipsch und fein." 
Abb. 64. Fragment eines Terrakonamedaillons für Fassaden- 
schmuck. Werkstatt des Szatius von Düren in Lübeck oder frän- 
kisch. Um 1540. Höhe 0'413 Meter 
„Gesegn euchs Got. Ich wils mir schmeckhen lan 
Ich will sy machen aufs böst, so ich kan." 
Auf der linken Hälfte der Kachel ist der 
Meister mit dem Aufdrehen eines Hafens be- 
schäftigt. Ein wandernder I-Iandwerksbursche ' 
tritt von der Seite hinzu und bittet um Arbeit. 
Das Zwiegespräch lautet: 
„Glückh zu Got, er's Handwerch Maister in ern 
Handwerch ein erber hie wil einlass begern." 
„Dank hab zu got wilkomb und bevolen 
Ich wil dir jetz zum lone Arbeit holen". 
Vor der Säule sitzt ein kleiner Lehrjunge 
und knetet das Material für die feineren Ton- 
arbeiten. Die Figuren sind sämtlich vollrund 
ausgeführt. der erläuternde Text, sowie die Am öslleines Moden Rhein: Kimm 
Jahreszahl 1561 mit Gold gehöht. Die Farben Bezeichnet 153a. Höhe 0'085 um" 
 
1a"
	        

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