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Volltext: Monatszeitschrift XII (1909 / Heft 6 und 7)

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schwingend, dargestellt ist, stammt aus Salzburg (Abb. 134.) Sie bildete mit 
den in der Sammlung Lanna befindlichen Stücken „Kruzifix mit Abrahams 
Opfer und Anbetung der ehernen Schlange", „Heilige Familie auf der Flucht 
nach Ägypten", „Josua läßt die fünf Könige der Amoriter henken" und „An- 
betung der Hirten", sowie mit der Kachel „Hochzeit zu Kanaan" im Berliner 
Museum die Wandungen eines mächtigen Ofens, der im Feuerkörper auf 
jeder Seite eine, im Aufsatz zwei Kacheln übereinander von nahezu drei 
Viertelmeter I-Iöhe trug. Der Fertiger dieses Ofens ist ein Salzburger Meister, 
ein Nachfolger des I-Iafners Thomas Strobl, ein Vorläufer des nachstehend 
zu nennenden Meisters I-IR oder mit diesem identisch. 
Eine etwa gleichzeitige künstlerisch und technisch hochstehende 
Gruppe repräsentieren die vierseitige, mit einer weiblichen Gesichtsmaske 
geschmückte Säulenbase (Abb. 136), die Eckkachel mit dem aufliegenden 
Löwen (Abb. 138) und die große Tafelkachel mit der Figur der Arithmetica 
(Abb. 137). Sie gehört zu einem Ofen, den die Sammlung Figdor aus Schloß 
Eggenberg bei Graz erworben hat. Die Kacheln tragen allegorische Figuren 
der Wissenschaften und Künste. Ihre Farben sowie einzelne Details erinnern 
an die Arbeiten der Preuning in Nürnberg. Auffallend ist das ganz andre 
Abb. x43. Grüne Tiroler Kachel mit bürgerlichem Wappen. Höhe 0'185 Meter
	        

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