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Volltext: Monatszeitschrift XII (1909 / Heft 6 und 7)

Eines der hervorragend- 
sten Werke der Miniatur- 
malerei dieser Zeit hatte Graf 
Leo Pininski der Ausstellung 
überlassen, es ist eine reizende 
sitzende Dame mit einem 
Knaben, der sich an sie an- 
schmiegt, dargestellt, auf E1- 
{enbein gemalt und signiert 
J. L. David; es ist die Schwä- 
gerin des Künstlers Madame 
Seriziat, geborene Pecoul, mit 
ihrem Sohne, nach dem gros- 
sen Bilde Davids im Louvre. 
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Dose aus Goldemail mit der Miniatur des Kaisers Franz 
(Heinrich Fürst Reuß, Greiz) 
Von dem bedeutendsten österreichischen Miniaturmaler dieser Zeit, 
Heinrich Füger, waren drei Porüäte des Erzherzogs Carl ausgestellt, das eine 
in Generalsuniform mit dem goldenen Vlies (signiert H. Füger, x795), das 
Einband mit bedrucktem und handkolorienem Atlas 
überzogen. Aus dem Besitze der Kaiserin Mann Louise 
(Frau P. de Pury, Neufchätel) 
 
andereinGenerals-Kampagneuniform 
ohne Orden, signiert Füger pxt., und 
das dritte in der Oberstenuniform 
seines Infanterieregiments, ohne 
Signatur. 
Aus der Schule Fügers waren 
ein Miniaturbildnis Herzogs Albert 
von Sachsen-Teschen in österrei- 
chischer Feldmarschallsuniform mit 
Küraß und dem Großkreuz des 
Stephans-Ordens aus der königlichen 
Gemäldegalerie in Dresden, ferner 
der Herzog in sächsischer Uniform 
mit rotem Rocke, den Marschallstab 
in der Hand, und zwei Bilder der 
Erzherzogin Christine, seiner Ge- 
mahlin, aus demselben Besitz aus- 
gestellt. Die berühmte Bildnisminiatur 
der Mutter des Erzherzogs, der Maria 
Ludovika, Gemahlin Leopold II., von 
Füger, hatte die Enkelin der Darge- 
stellten, Erzherzogin Marie Rainer, 
der Ausstellung überlassen. 
Es sollen hier auch einige Öl- 
bilder Fügers, die ausgestellt waren 
und mit den Ereignissen der Zeit 
in engem Zusammenhang stehen 
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