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Volltext: Monatszeitschrift XII (1909 / Heft 6 und 7)

vertritt die Schweiz mit ihren St. Urban-Kloster-Backsteinen, die von 1240 bis 
1350 etwa von den Mönchen des Klosters hergestellt wurden (Abb. 69 und 70). 
Ähnliche Betriebe machen sich um die gleiche Zeit auch in Österreich bemerk- 
bar. Im frühen XIV. Jahrhundert ist der Fliesenziegel mit dem Wappen 
des Priors Johannes IV. in Prag entstanden (Abb. 73). Für diesen Betrieb 
in Böhmen tritt noch der Ziegel mit einem Reiter in der Sammlung des Grafen 
Wilczek ein. Er wurde unter dem Prager Domherrn Tobias Bechinie von 
Beneschau gefertigt. 
Daß sich im Mittelalter auch Wien an der Fliesenkeramik beteiligte, ist 
aus den Funden im Fußboden unter dem Riesentor von St. Stephan, weiters 
ausjenen der St. Ruprechts-Kirche nachgewiesenVermutlich solcher Herkunft 
ist die Bodenfliese mit dem Zentaur mit Gugelmütze, Schwert und Schild, 
welches die Binde, das Wappen Österreichs, trägt (Abb. 74). Die Umschrift 
l 
wrfvrfmävßikß" wxrßxßjnüriiök" vßfvßwzßizfvzßvägmtii-tvßii; 
Abb. 68. Große bunte Zunftkachel der Hzfner in Salzburg. Mit vollrund gearbeiteten Figuren. Bezeichnet 1561. 
Vermutlich aus der Werkstatt des Zechmeisters Thomas Strobl. Höhe 0-50 Meter
	        

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