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Volltext: Monatszeitschrift XIII (1910 / Heft 1)

weil jeder Strich der 
I-Iandschriftsichtbarist, 
also nur ein vollkom- 
men sicherer Künstler 
so arbeiten kann. Dem 
allgemeinen Betrach- 
ter sind natürlich die 
glänzendenErfolge des 
Kombinationsdrucks, 
mittels Dreifarben- 
drucks und I-Ieliogra- 
vüre, besonders ein- 
leuchtend. Sie lassenja 
allerdings auch nichts 
 : zu wünschen. Da ist 
_  5 nun Bartels Gemälde 
„Jugend und Alter" 
historisch interessant 
Plakatentwurf von Alfred Basel als das überhaupt erste 
Blatt, das so gemacht 
wurde. Schon da ist die ganze Farbigkeit des Dreifarbenlichtdrucks mit dem 
matten Schmelz der Heliogravüre vereint. Das Glanzstück der Gruppe ist 
freilich Böcklins „Meeresidylle", 
Kombination von Farbenstein- 
druck und Heliogravüre, in bloß 
drei Farben; von schönem matten 
Ton, ohne den Speckglanz des 
Lithographen. Sehr gelungene 
Blätter sind Lists „Kirchgang", 
in seiner hellen Luftigkeit, und 
Kasparides' „I-Ierbstlandschaft" 
mit dem roten Teppich von 
Eriken, ein Stimmungsbild mit 
scharfen Farbenkontrasten, das 
doch nicht grell und outriert aus- 
fällt, nicht ordinär wird, sondern 
auch die Übergangstöne fein er- 
klingen läßt. So eine Reproduk- 
tion ist ein wahres Probestück des 
Könnens. Und ebenso die Feinheit 
des Spiegelbildes im Wasser auf 
Brunners „Aus dem Zwettlthal", 
Jettmars farbenglühende Abend- Fauteuil aus dem Imerienr von Dumfor: ü: Tröster und 
landschaft, bCSODdCTS aber  EduardMusil,entworfenvomAXchitektenKarlWitzmann 
 

	        

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