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Volltext: Monatszeitschrift XIII (1910 / Heft 3)

 
Hudson-Fulton-Ausstellung in Newyork. Töpfereien, um 1800 (Folk Pottery) 
 
zieren, so hat man dies doch erst in neuerer Zeit mit Erfolg getan. Die eng- 
lischen Keramiken in der Ausstellung aus der Kolonialzeit waren solche mit 
Salzglasuren „Agate" und „Tortoiseshell". Auch das historische „Cincinnati- 
Service", das irrtümlich als „Lowestof "-Ware bezeichnet wird und das 
Washington in Gebrauch hatte, fehlte nicht. Der Kapitän Samuel Shaw 
aus Boston soll es aus China mitgebracht haben. Er war Sekretär der 
Ordensbrüder von Cincinnati, deren Insignien das Geschirr trägt. Es ist aus 
blauweißer Kantonware hergestellt. 
Sehr interessant war auch die kleine Sammlung von Glassachen. Sie 
brachte hübsche Arbeiten von der frühesten Glasfabrikation der Kolonialzeit. 
In Amerika war die Glasfabrikation das erste industrielle Unternehmen 
gewesen. 
Schon bald nach der Ankunft der ersten weißen Ansiedler in Virginia 
wurden Fensterglas und Flaschen hergestellt. Zunächst in Jamestown im 
jahre 1609. Im Jahre 1621 wurde eine zweite Glasfabrik errichtet. Es wurden 
namentlich Glasperlen gemacht, die als Tauschartikel mit den Indianern 
dienten. Die Ausstellung enthielt eine Anzahl dieser ersten Glasperlen. Man 
bekam auch eine kleine, aber recht vielseitige Sammlung von „Stiegelglas" 
zu sehen. Im Jahre 
1762 errichtete Ba- 
ron H. W. Stiegel 
zu Mannheim im 
Staate Pennsylva- 
nien eine Glasfabrik, 
die während der 
zwölf Jahre ihres 
Bestehens an der 
Spitze der amerika- 
nischen Glasfabri- 
Hudson-Fullon-Ausstellung in Newyork. Sdegelgläser (1762 bis 1774) kation stand. Man
	        

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