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Volltext: Monatszeitschrift XIII (1910 / Heft 4)

als man es von der alten 
Kaiserstadt erwarten sollte, 
hauptsächlichdemXVILund 
XVIII.Jahrhundertentstam- 
men. Leider ist auch noch 
davon vieles von Händlern 
in das Ausland, namentlich 
nach Belgien und England, 
verschleppt worden. Trotz- 
dem sind eine ganze An- 
zahl Gitter und Gittertore, 
Oberlichte, Fensterkörbe 
(Abb. 49), Fensterbriistun- 
gen, Balkongitter und andere 
größere Arbeiten für das 
Museum gerettet worden, 
wohl das schönste Stück ist 
das vergoldete Balkongitter 
(Abb. 50) vom Hause Komp- 
hausbadstraße 15. 
Von Eisenarbeiten der 
Gotik und der Renaissance 
ist eine gute Auswahl vor- 
handen, so daß der Fach- 
mann alle Arten Gitterwerk, 
Turmkreuze und Windfah- 
nen, Türbeschläge, Schlös- 
ser und Schlüssel, Kasset- 
ten und Truhen hier Findet. 
Das Museum hat auch eine reiche Sammlung anFeuerböcken, Öfen undKamin- 
platten aufzuweisen. Dr. Fr. Bock hat dem Museum eine sehr große Kollektion 
von Speisegeräten, Messern, Gabeln, Löffeln vermacht, die mit einer seltenen 
Vollständigkeit alle möglichen Formen und Verzierungsweisen zeigen, so daß 
man neben den Stilwandlungen und Techniken vom XV. bis zum XVIII. Jahr- 
hundert auch die Ausstattung der Griffe in edlem und unedlem Metall mit Holz, 
Buchsbaum, Bein, Perlmutter, Schildpatt, Elfenbein, Halbedelsteinen, Bern- 
stein, Bergkristall, Korallen, Porzellan, Zellen- und Maleremail und Perl- 
stickerei sehen kann. Sechs große Pultvitrinen füllt diese erlesene Sammlung. 
Recht bescheiden ist unsere Zinnsammlung, was darauf zurückzuführen 
ist, daß zumeist Messing- und Kupfergerät die Stelle des Zinngerätes in 
Aachen eingenommen hat. 
Die Arbeiten aus Edelmetall beschränken sich der Hauptsache nach auf 
Werke für kirchliche Zwecke, Kelche, Ziborien, Monstranzen, Leuchter, 
Rauchfässer, Vortragskreuze, ewige Lichtampeln. Der Fuß eines Kelches 
Abb. 39. Sekretär, Aachen, 176a bis 1770
	        

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