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Volltext: Monatszeitschrift XIII (1910 / Heft 4)

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dargestellt sind. Das Gemälde wurde früher dem Meister Wilhelm von Herle 
zugeschrieben und um I 378 datiert, es scheint aber von einem Meister, der im 
Stile der Kölner Schule in Westfalen im ersten Viertel des XV. Jahrhunderts 
tätig war, geschaffen zu sein. Sehr interessant ist ein Bild aus der Mitte des 
XV. Jahrhunderts, „Gott -Vater zwischen den Heiligen Johannes dem Täufer, 
Augustinus, Quirinus undAndreas", das von einigenForschern (Aldenhoven und 
Firmenich-Richartz) ei- 
nem Lütticher Meister, 
von anderen wieder 
dem Kölner Meister der 
Verherrlichung Mariä 
gegeben wird. Diesem 
Bilde folgt dem Alter 
nach eine Himmelfahrt 
und Krönung Mariä 
von einem niederrhei- 
nischen Maler aus der 
Zeit von 1470 bis 1480. 
Unter dem EinHusse des 
Roger van der Weyden 
hat ein Künstler am 
Niederrhein die x486 
datierte Kreuzigung auf 
Bestellung des Johann 
zu Rytterschiet gemalt. 
Auf einer anderen Kreu- 
zigung erscheint der 
Stifter im Ornate eines 
Kanonikers, beschirmt 
von seinem Schutz- 
patrone Petrus; dies 
Bild könnte von ei- 
nem Aachener Meister 
f- 
aus dem ersten Jah Abb. 3. Maria Magdalena und Johannes der Täufer, von Cornelis Engel- 
zehnt des XVI. Jahrhun- bmhum, 
derts stammen. Eben- 
falls schon in den Anfang des XVI. Jahrhunderts gehören eine Geburt 
Christi und ein Epitaph mit Mariä Heimsuchung und Heiligen, beide nieder- 
rheinischer Provenienz, während ein aus Waldfeucht herkommendes Bild 
mit der Schmerzensmutter, umgeben von sieben Medaillons mit Szenen 
aus der Passion, 1526 datiert ist. Ein „Abendmahl" eines vielleicht Kempener 
Malers unter dem Einflusse des Adrian van Overbeck galt bisher als Werk 
des Meisters von Linnich (um 1520), während zwei große Altarflügel mit dem 
Sündenfalle auf den Außenseiten, der Geburt Christi und der Flucht nach 
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