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Volltext: Monatszeitschrift XIII (1910 / Heft 4)

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IE Ausstellungen von Wiener Porzellan in Troppau und 
Wien sowie das 1907 erschienene Geschichtswerk 
über die Wiener Porzellanmanufaktur haben die 
Aufmerksamkeit der Sammler wie der Händler 
auf die hohe Bedeutung der Erzeugnisse aus der 
vorkaiserlichen Periode der Manufaktur, auf die 
Dupaquier-Zeit gelenkt. Denn bleibt der Ruhm 
der Fabrik auch fernerhin an die mit höchstem 
technischen und künstlerischen Raffinement aus- 
geführten Porzellane der Sorgenthalschen Periode 
und an die ebenso originelle als reizvolle Verbin- 
dung des Hochgolddekors mit einer zu miniaturartiger Feinheit gediehenen 
iiguralen Malerei geknüpft, so erwiesen sich jene frühen Erzeugnisse doch 
viel eigenartiger, mannigfaltiger und künstlerisch bedeutender als man all- 
gemein angenommen hatte. 
Infolge dieser erhöhten Aufmerksamkeit haben sich im Privatbesitz 
verstreut zahlreiche frühe Porzellane ohne Marke gefunden und das Öster- 
reichische Museum war in der Lage, abgesehen von den bezüglichen 
Erwerbungen auf der 
Auktion Lanna, eine 
Reihe von Stücken Wie- 
ner Porzellans vor der 
Marke zu erwerben. Die 
bedeutendste von diesen 
Erwerbungen bildet eine 
kleine Kollektion von 17 
Stücken aus der Samm- 
lung des Freiherrn Georg 
von Bees-Chrostin. Die 
En bloc-Erwerbung die- 
ser Sammlung gestattete 
keine Auswahl und so 
umfaßt sie auch einige 
Erzeugnisse, die wir nicht 
als Alt-Wiener Porzellan 
bezeichnen dürfen. Die 
größere Beachtung, die 
gegenwärtig das Wiener 
Porzellan vor der Marke 
findet, mag es rechtferti- 
gen, wenn hier einige 
 
Große Porzellanschüssel mit Schwarzlolmalerei und Gold, Wien, 
Dupaquier-Zeit (Österreichisches Museum)
	        

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