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Volltext: Monatszeitschrift XIII (1910 / Heft 4)

Ägypten auf den Innenseiten fälschlich dem Barend van Orley zugeschrieben 
wurden. Diese Flügel scheinen eher die Arbeit eines niederrheinischen 
Meisters zu sein, der die Art des Jan Jost von Kalkar nachzuahmen suchte. 
Der Kölner Schule gehört eine Gefangennahme Christi von dem älteren 
Sippenmeister und eine Himmelfahrt der Maria von Agypten an, die in 
manchen Einzelheiten an den Meister der Verherrlichung Mariä erinnert. 
Von Bartholomäus Bruyn ist der Flügel eines Klappaltars mit dem knienden 
Kölner Rechtsgelehrten Petrus de Clapis und seinem Schutzpatron. 
 
Abb. 4. Triptychon mit Hieronymus, Johannes dem Täufer und dem Einsiedler Antonius von Herri mex de Bles 
Die Brüder Viktor und Heinrich Dünwegge sind durch ein sehr gutes 
Triptychon (Abb. I) vertreten, auf dem im Mittelbild in Halbiiguren Christus 
als Schmerzensmann mit Maria und johannes unter einem runden, mit gol- 
denen Figuren und Ranken gezierten Baldachine erscheinen, auf dem linken 
Flügel ist der heilige Andreas, auf dem rechten Flügel die heilige Katharina 
in prunkvoller Zeittracht gemalt. 
Aus der kleinen Zahl der oberdeutschen Bilder seien nur zwei hervor- 
gehoben: die Beschneidung Christi, ein in hellen, bunten Farben gehaltenes 
Bild von dem Nürnberger Meister des Tucheraltars aus der Mitte des 
XVJahrhundertS und das vielumstrittene allegorische Gemälde, das die Erlö- 
sung durch die Kirche darzustellen scheint. Von einigen Forschern wird es 
Grünewald oder wenigstens seiner Schule gegeben, eine Zuteilung, die vor 
allem durch die Darstellung der Körper des Gekreuzigten und des Schächers
	        

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