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Volltext: Monatszeitschrift XIII (1910 / Heft 4)

kleines, aber sehr fein durchgeführtes Bildchen (32 zu 37 cm) mit Magdalena 
und Johannes (Abb. 3) ist wohl eines der besten Werke des Leidener 
Meisters Cornelis Engelbertsz oder Engelbrechtsen. Aus der Frühzeit des 
I-Ierri met de Bles ist ein kleiner Flügelaltar, in der Mitte Hieronymus in 
einer Landschaft und auf den Flügeln Johannes der Täufer und Antonius der 
Einsiedler (Abb. 4). Auch zwei andere Werke gehören in den Kreis dieses 
Meisters, eine Beweinung Christi und eine Landschaft mit der Flucht nach 
Ägypten. 
Als eigenhändige Wiederholung eines Bildes von Jakob Cornelisz von 
Amsterdam in der Sammlung Richard von Kaufmann in Berlin gilt eine 
Ruhe auf der Flucht nach Ägypten. Ebenso scheint das Triptychon mit der 
Heilung des Blinden von Lucas van Leiden eine eigenhändige Replik nach 
dem Petersburger Bilde zu sein, während ein kleiner Klappaltar mit dem 
Abendmahle, dem Gange nach Gethsemane und der Fußwaschung auf den 
Flügeln nur nahe Verwandtschaft mit seinen Werken verrät. Von dem 
Meister des Todes der Maria ist ein fein durchgeführtes Bild „Noli me 
tangere", Christus erscheint als Gärtner der Maria Magdalena (Abb. 5). 
Einem Nachfolger von ihm dürfte eine schöne Katharina zugeschrieben 
werden. Eine Beweinung Christi muß von dem Meister der Antwerpener 
Annagelung sein. 
Von den niederländischen Meistern aus der zweiten Hälfte des XVI.Jahr- 
hunderts sind eine große 
Marktszene von Pieter 
Aertsens und von dessen 
Neffen und Schüler Joa- 
chim Beukelaer ein aus 
der ehemaligen Lyvers- 
bergschen Sammlung 
stammendes Bild mit den 
vier Evangelisten bemer- 
kenswert, beide ganz frei 
von italienischenEinHüs- 
sen. Der Scorel-Schüler 
Anton Mor (Antonio Mo- 
ro) ist mit einem in sorg- 
fältigster Durchführung 
gegebenen Porträt einer 
bärtigen Frau, derMagret 
Halseber,vertreten, das in 
die Spätzeit des Meisters 
fällt. Joachim Uitewaal 
zeigt in einem Bilde, 
„Loth mit seinen Töch- 
 
Abb. 7. Rundbild rnir Geburt Christi von einem urnbrischen Meister aus 
tern",charakterist1sch die dem Anfange des xvx. Jahrhunderts
	        

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