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Volltext: Monatszeitschrift XIII (1910 / Heft 5)

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Konkurrenz zur Erlangung von Einrichtungen für Kleinbeamten- und Arbeiterwohnungen. Wohnungstype I. 
Erster Preis: Adolf Jiretz, Wien, nach Entwurf des Schülers der Kunstgewerbesehule Ferdinand Steiner 
solchen Bändigungen zeigt sich Slevogt. Sein Hörselberg schmeckt nach Theateroptik, 
Schminke und Kabarett-Akrobatik der Leiber. 
Max Beckmann aber erweist in einer Kreuzigung und in der Ausgießung des Heiligen 
Geistes eine gute Entwicklung. Dies Volksgewimmel in südlicher Luft, von Strahlen- 
schimmer übergossen. wandelt wahrlich im Licht. Und man kann sagen, daB dies 
schöne und tiefsinnvolle Pfingstwunder in dieser atmosphärischen Darstellung rein und 
stark einleuchtet. 
Großes, stilles Leuchten strömt auch von Ludwig von Hofmanns Mädchenreigen. 
Töchter der Sonne in Goldgeglitzer schwingen sich ätherleicht. 
Die echteste Monumentalität ist aber auf einigen Hodlers, trotzdem sie kleine Formate 
haben. Sein Mäher und sein Holzhauer rnit großer Gebärde zwischen Himmel und Erde 
stehend, haben Gewalt und ein menschlich natürliches Pathos ohne Künstlichkeit. Auf einem 
dritten Bild, das „Der Blick ins Tal" genannt wird, reckt sich eine nackte, gigantische Gestalt 
an Abgrunds Rande auf, in blaukalter Firnenluft, eine Höhenekstase. Vor diesem Bilde 
kommen dem Beschauer Zarathustra-Vorstellungen und Sils Maria-Visionen Nietzeschen 
Geistes. Dem Hodler-Klirna verwandt erscheint Max Buri. Auch bei ihm weht diese 
blaukalte Atmosphäre und dahineingestellt ist das holzgeschnitzte Gesicht eines Berner 
Bauern. 
Lebendige Porträte hängen an den Wänden. Liebermann hat Richard Dehmel scharf 
erfaßt mit geballtem, schwarzbärtigem Luziferantlitz, von Gedankenspuren durchfurcht und 
kreißender Welten voll. Und daneben Friedrich Naumans, sprechend, eindringlich, ein
	        

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