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Volltext: Monatszeitschrift XIII (1910 / Heft 6 und 7)

Schild zeigt in Rot auf grünem Dreiberg einen weißen 
Pfahl, der mit einem weißen rechtsschrägen Aste über- 
legt ist. Das Wappenbild dürfte wahrscheinlich in irgend- 
einem Bezug zum Forstwesen stehen. A. Grenser": will 
in dieser Figur ein Kreuz sehen, dessen Querarm durch 
das Wetter locker geworden ist, eine Annahme, der ich 
doch nicht so recht beipHichten möchte. 
Der Stechhelm mit rot-weißer Decke trägt als 
Kleinod die Schildügur zwischen einem weißen und 
einem roten Büffelhorn, unten neben den Hörnern Abh-3"-_WßPP'"SCh"d""m 
werden auch die Ohren des Büffels sichtbar. Das Bild G""s"'"j„fjj LAbm An- 
trägt oben die Inschrift: her weichman Erzbischoffe 
zw maidburg hye stiffter anno Domini Mclxxxvi. Im Jahre 1186 erfolgte 
nämlich durch den Papst Urban III. die Bestätigung der Rechte und 
Schenkungen Wichmanns an die Abtei. 
Eine freie Nachbildung des obigen Wappens zeigt die Abbildung 25. 
Kilians Nachfolger, Abt Andreas (1501-1521), erhielt vom Päpstlichen 
Stuhle für sich und seine Nachfolger das Recht, die Inful zu tragen. 
Trotz der durch das alte Glasbild festgelegten Zeichnung variieren die 
späteren Wappendarstellungen nur zu oft in manchem Detail. Der Pfahl 
wird ebenfalls geästet, die Ohren des Büffelgrindes verschwinden, der Helm 
erhält eine Krone, der Dreiberg im Kleinod wird weggelassen und so weiter. 
Man sieht daraus wieder so recht deutlich, daß gegen unrichtige Wappen- 
Zeichnungen absolut kein Kraut gewachsen ist. 
Der Markt Seitenstetten führt dasselbe Wappenbild wie das Stift, nur 
erscheint oben links und unten rechts zu seiten des Pfahles noch je ein 
sechsstrahliger silberner Stern (Abb. 26), welches Wappen auch von dem 
Markt Ybbsitz benutzt wird, nur kommt bei diesem der obere Stern in Wegfall 
(Abb. 27). Die Innung der vereinigten Schmiedschaft zu Ybbsitz, bereits im 
Jahre 1428 gegründet, führt in ihrem Siegel denselben Schild wie der Markt. 
 
ALTENBURG. 
Wappen: Von Blau und Silber gespalten; vorne 
ein aus dem Schildrande hervorkommender, weiß 
bekleideter Arm, der ein goldenes Pedum mit sil- 
bernem Stabe hält, rückwärts ein grüner Dreiberg, 
auf dem ein Rosenstock mit drei roten fünfblättrigen 
Rosen und grünen Blättern wächst (Abb. 28). 
Südwestlich von Horn liegt im sogenannten 
„Boig- oder Buig(Poig)reich" das Benediktiner- 
Stift Sankt Lambrecht zu Altenburg - Monasterium 
 
1' A. Grenser, Die Wappen der Äbte von Seitenstetten in Nieder- Abb. 31. Siegel des Abres Gallus 
Österreich. Iahrbuch des Heraldisch-Genealogischen Vereins ,.Adler"_ Hormanus von Altenburg 
Wien 1876. (1519-1552)
	        

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