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Volltext: Monatszeitschrift XIII (1910 / Heft 11)

non deserens" ist die Symbolik des Stabes 
ebenfalls angedeutet. Auch die bildlichen Dar- 
stellungen und Verzierungen tragen verschie- 
dene religiöse Bedeutungen. Der Krummstab 
wird von dem Bischof mit der Curvatura nach 
außen gerichtet getragen, während der Abt 
oder die Äbtissin, wenn sie zum Führen des 
Pedums ermächtigt sind, die Curvatura 
nach innen kehren, um anzudeuten, daß 
sich ihr Hirtenamt auf das Innere des 
Klosters allein beschränkt. Dieser Abtstab 
trägt dann noch ein an ihn befestigtes, 
herabhängendes Tuch, Velum oder Suda- 
rium genannt, das an ein gesticktes, dreieckiges 
Tuchstück, die Bursa, angeheftet ist. Das 
Sudarium findet sich aber auch an Bischofs- 
Ahb 28 s T l bb üs a stäbenund scheint dieserUnterschied zwischen 
am", i QLOCCXIZQ"Ägrahzzvalzsgizt; Bischof- und Abtstab in derWirklichkeit nie- 
des Abtes von Gem. Paul II. I-inspnur mals strikt eingehalten worden zu sein (siehe 
("ozqs") ilizzrläde dm uns" zum Beispiel die Abb. 3x, 33 und 34). Die 
Mitra kommt, wenn nur sie und das Pedum 
allein als Außendekoration des Wappenschildes angebracht werden, oben in 
der Mitte auf den Schildrand zu stehen, während das Pedum schräg hinter 
den Schild gelegt wird (Abb. 31). Auch kann der Stab durch die Mitra, 
zwischen die beiden Cornua gesteckt werden (Abb. 32). Seltener ist die 
Stellung des Pedums neben dem Schilde zu sehen, wobei sich eine der 
Infulae um die Canna schlingt (Abb. 33). 
Sollen außer der Mitra noch Helme, zum Beispiel der Helm des Bistums 
und jener des Geschlechtes des Wappenträgers, angebracht werden, so 
muß der Mitra die Vorrangstellung in der Mitte gewahrt werden (Abb. 34). 
Kommt im Wappen auch noch ein Vortragekreuz (Crux processionalis) zur 
Anwendung, so wird dasselbe in die Mitte gestellt, heraldisch rechts die 
Mitra, links das Pedum placiert (Abb. 35); sollen aber auch noch Helme 
eingesetzt werden, so ist es am besten, das Kreuz mit 
dem Pedum hinter der Mitra sich kreuzen zu lassen, wie zum 5 
dies in der Abbildung 34 geschehen ist. 
Erzbischöfe führen, über dem Schilde frei schwebend, 
einen grünen Hut mit je zehn grünen Fiocchi an den 
Seiten" und den Schild auf ein zweiarmiges Vortrage- 
kreuz gelegt (Abb. 35). Manche legen auch noch das 
erzbischöflicbe Pallium, eine weiße, mit schwarzen 
Kreuzchen gezierte Schulterschlinge, auf den Schild 
 
 
 
 
 
 
  
 
' Bis in das XVILJahrhundex-t führten die Erzbischöfe und Bischöfe die 
gleiche Anzahl Fiocchi (6 auf jeder Seite). Abb. 29. Mitra (Inful)
	        

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