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Volltext: Monatszeitschrift XIII (1910 / Heft 11)

bilde des Ordens (Abb. 65). Die Ballei „an der Etsch und im Gebirge" führt 
in einem goldenen Schilde die aus dem Unterrande desselben empor- 
wachsende, nimbierte Muttergottes mit dem jesusknaben. Sie ist in den 
üblichen Farben, rot-blau, gekleidet, trägt auf dem Haupt 
eine Laubkrone, in der Linken ein Zepter. Das nimbierte, 
weißgekleidete jesuskind hält eine blaue, golden bekreuzte 
Weltkugel in seiner linken Hand. Am unteren Schildrande, 
vor der Muttergottes aufstehend, ist ein Schildchen mit dem 
Ordenswappen angebracht (Abb. 66). 
Der Hoch- und Deutschmeister belegt das erzherzog- 
liche Wappen, das neu zusammengestellt von dem Autor 
Abb. m. Wappen- dieser Zeilen aufgerissen worden war und durch die Aller- 
gäägchizs  höchste Entschließung vom n. Februar 1896 die Sanktion 
um", erhaltenhatte, mit dem hoch- und deutschmeisterischen 
Wappenbild, dessen Silberfeld aber, um die Felder des 
erzherzoglichen Wappens (Ungarn, Böhmen, Galizien-Lodomerien und 
Altösterreich) nicht zu beeinträchtigen, auf einen silbernen Bord des Kreuzes 
beschränkt wird. Das genealogische Wappen des Hauses kommt dabei auf 
den Adlerschild zu liegen. Auf dem Oberrand des Schildes, gewissermaßen 
auf das Kreuz gesetzt, erscheint ein Spangenhelm ohne Decke, mit fünf 
weiß-schwarzen Straußfedern besteckt (Abb. 67). Er ist kein eigentlicher 
Wappenhelm, sondern ein bloßes Zeichen der ritterlichen Würde, wie ein 
solcher auch auf dem Halskreuz der Ritter zu sehen ist. In alter Zeit war 
weder im Wappen noch auf den Halskreuzen ein derartiger Helm angebracht. 
Die Landkomture führen ihren Schild geviert; I und 4 das Ordens- 
wappen, 2 und 3 ihr Geschlechtswappen (Abb. 68). Der Helm des Deutschen 
Ritterordens, ein gekrönter Spangenhelm mit schwarz-silberner Decke, als 
Kleinod einen silbernen, schwarz bekreuzten Flug? tragend, wird bei der Auf- 
stellung von einem oder mehreren Helmen stets an die Ehrenstelle gesetzt, 
bei zwei Helmen rechts, bei drei Helmen in der Mitte und so weiter. 
Kommt der Ordenshelm an die Seite gestellt, so kann auch ein geschlos- 
sener Flug als dessen Kleinod aufgerissen werden. 
Komture und Profeßritter legen ihr Geschlechtswappen entweder auf 
den Ordensschild (siehe das Schema in der Abbildung 69) oder 
auf das Ordenszeichen (Abbildung 70). Die 
Vierung des Schildes und die Aufstellung 
des Ordenshelmes ist den Rittern nicht 
erlaubt. 
Die Ehrenritter führen in ihren Wappen 
keine Anspielung auf ihre Mitgliedschaft, 
sie können aber ihr l-Ialskreuz wie eine 
 
" Vormals zeigte das Helmkleinod des Deutschen Ritter- Abb. 64. 
Abb. 53. nrdens ein sechseckiges, silbemesSchirmbrett mit einem schwar- Wappenschild des 
Ordenskreuz der zen Kreuze überzogen, so in einem Siegel aus dem Anfang des Hoch- und Deutsch- 
Deutschen Ritter XV. Jahrhunderts. meistertums
	        

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