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Volltext: Monatszeitschrift XIII (1910 / Heft 11)

geschritten, das bisher so vernachlässigte Feld wenigstens theoretisch zu bebauen. Es 
werden eifrig die Bausteine zu einer neuen wichtigen Disziplin zusammengetragen, damit 
das Wissen dem Können helfe. Daß eine an Anregungen so reiche Arbeit rasch einer 
Verbreitung in deutschen Ländern zugeführt wird, ist ein Verdienst des gewissenhaften 
Übersetzers und des rührigen Verlages. Die deutsche Ausgabe kommt in ihrer Erscheinung 
und Ausstattung der englischen sehr nahe, welche in ihrer sympathischen und geschmack- 
vollen Form einen Gegenstand gefällig verführt, der wegen der vielen Plandarstellungen 
leicht trocken erscheinen kann. _ 
So mögen denn auch bei uns neue Freunde dem Werke hinzuwachsen und frucht- 
bringende Impulse von ihm empfangen. Hartwig Fischel 
MITTEILUNGEN AUS DEM K. K. ÖSTER- 
REICHISCHEN MUSEUM so 
SEINE MAJESTÄT DER KAISER hat an den Präsidenten des Kuratoriums, 
Präsidenten des Obersten Rechnungshofes Exzellenz Dr. Freiherrn von Gautsch nach- 
stehendes Allerhöchstes I-Iandschreiben allergnädigst zu erlassen geruht: 
„Lieber Freiherr von Gautschl Fünfundzwanzig Jahre sind verflossen, seit Sie durch 
Mein Vertrauen zum erstenmal auf den Posten Meines Ministers für Kultus und Unter- 
richt beruien wurden. Seither haben Sie, ein Vorbild strengster Pflichterfüllung, ununter- 
brochen in wichtigen und verantwortungsvollen Stellungen gewirkt und unter schwierigen 
Verhältnissen an den Geschicken des Staates tatkräftigen Anteil genommen. 
Gerne gedenke Ich am heutigen Tage des selbstlos patriotischen Sinnes, der Ihnen 
stets das öffentliche Wohl und die Wahrung der Ihrer Obhut anvertrauten Interessen als 
höchstes Ziel erscheinen läßt, wie der oft bewährten Anhänglichkeit und Hingebung, mit 
der Sie Mir durch so viele Jahre treu zur Seite stehen. In neuerlicher Würdigung Ihres 
hervorragenden, an Arbeit und Erfolgen reichen Wirkens spreche Ich Ihnen Meine vollste 
Anerkennung und Meinen wärmsten Dank aus. Möge Ihnen die Versicherung Meiner 
besonderen Gewogenheit und steten Wertschätzung ein willkommenes Geleit sein auf dem 
Wege einer hoßentlich noch recht langen Betätigung im Dienste des Staates. 
Wien, am 5. November igxo. Franz Joseph m. PIÜ 
Namens des Österreichischen Museums unterbreiteten Direktor Regierungsrat Dr. Lei- 
sching, für die Kunstgewerbeschule Direktor Roller Seiner Exzellenz anläßlich seines Jubi- 
läums die ehrerbietigsten Glückwünsche der beiden Institute. 
USSTELLUNG ÖSTERREICHISCHER KUNSTGEWERBE. Am Sams- 
tag, den 29. Oktober l. J., r x Uhr Vormittags, wurde durch Seine Exzellenz den Herrn 
Minister für öEentliche Arbeiten August Ritt die Ausstellung österreichischer Kunstgewerbe 
eröEnet. 
Zur Eröffnung hatten sich eingefunden: Minister a. D. Dr. Franz Klein, schwedischer 
Gesandter Freiherr von Beck-Friis, die Sektionschefs Dr. Adolf Müller, Dr. Graf Wicken- 
burg, Milosch von Fesch, Exzellenz Dr. von Roza und Exzellenz Dr. Mataja, Konteradmiral 
Bublaj in Vertretung der Marinesektion des Kriegsministeriums, die I-Iofräte Dr. Bauer, 
Eder, von Förster-Streffleur, Dr. Friedländer, Ganglbauer, Ritter von l-Ientl, Maresch, 
Mrasick, Dr. Vetter und Baron Weckbecker, die Sektionsräte Baron Klimburg, Dr. Redl, 
Dr. Borkowski und Dr. Karminski, die Oberbauräte Tomssa in Vertretung der Statthalterei 
und I-Iolzer vom Arbeitsministerium, der Vizepräsident der l-Iandels- und Gewerbekammer 
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