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Volltext: Monatszeitschrift XIII (1910 / Heft 12)

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undwohlüberlegter 
Weise denverschie- 
denartigsten Kräf- 
ten und Faktoren 
Raum gegeben hat, 
die sich kunstge- 
werblich betätigen. 
Alle, die zusammen- 
wirken müssen, um 
die Bedürfnisse an 
Gefäß und Gerät, 
an Kleidung und 
Schmuck, vor allem 
aber an der abwech- 
selnden Ausgestal- 
tung desRaumeszu 
erfüllen, alle diese 
mannigfaltigen Ele- 
mente: Persönlich- 
keiten, Betriebe, In- 
stitute, schaffen un- 
ter dem Einiiuß der 
Produkti0nsbedin- 
gungen und des 
Marktes. Über bei- 
den muß indessen 
ein höherer Wille, 
der Wille zur ge- 
schmackvollen Er- 
füllung derAufgabe 
stehen. Daß dieser Wille in alle Gebiete eindringe, den kleinsten Gegenstand 
und den größten Raum beherrsche, das war stets eine Vorbedingung für das 
Gedeihen des Kunstgewerbes. Was heute schon in Österreich geleistet wird, 
läßt diesen Willen vielfältig erkennen, Er kann sich aber nur dann lebens- 
voll behaupten, wenn er lebhaftem und wahrem Verständnis in den weiten 
Kreisen derjenigen begegnet, für welche er schafft. 
Wohlwollendes Verständnis und Entgegenkommen weiter Kreise müssen 
den rastlosen und selbstlosen Bemühungen aller jener Förderung verschaffen, 
die neue Bahnen beschreiten, neue und gute Leistungen vollbringen, trotz 
vielfältiger Widerstände praktischer und materieller Art. 
Es ist eine tapfere Schar zielbewußter und entwicklungsfähiger Kräfte, 
die schon so viel Wertvolles erreicht hat und hier vorzufiihren vermochte. 
In dem Erreichten liegt das Versprechen von noch Besserem, Vollkom- 
menerem, dem sie entgegenschreiten. 
Knüpfteppich, entworfen von Professor Otto Prutscher, ausgeführt von j. Ginzkey 
in MaiTersdorf
	        

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