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Volltext: Monatszeitschrift XIV (1911 / Heft 1)

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Illustrator einen bedeutenden Namen hatte. Er war ein geborener Amerikaner, 
hatte aber seine künstlerische Ausbildung in München und Paris erhalten. Als 
Loeb im letzten Frühjahr starb, war er noch im besten Mannesalter. 
Von den Ausstellungen in Knoedlers Galerie war die der Miniaturmaler 
die interessanteste. Diese Kunstgattung erfreut sich hier steigender Beliebt- 
heit. Man tindet Bilder, die eine beinahe kühne Technik aufweisen und dabei 
doch alle Reize der Miniatur beibehalten. Vor allem entwickelt der Präsident 
der Gesellschaft der Miniaturmaler, William J. Baer, hierin eine staunens- 
werte Fertigkeit. Unter seinen Nacheiferern finden wir Maria J. Shearn, 
W.]. Whittemore, Martha S. Baker und Helen W. Durkee. Ferner gab es bei 
KnoedlerAusstellungen des vorzüglichen MarinemalersW.T. Richards und des 
Porträtmalers J. R. Wiles. Letzterer ist in der hiesigen Gesellschaft sehr 
bekannt und erhält namentlich von eleganten, reichen Damen viele Aufträge. 
Aber auch der Name 
einer jungen Künst- 
lerin, die zum ersten- 
mal bei Knoedler 
ausstellteund kein un- 
bedeutendes Talent 
verriet,sollnichtver- 
schwiegen werden. 
Es ist Catherine R. 
Bartoo, die in Ame- 
rika studiert hat und 
nebst sicherer Tech- 
nik ein geübtes Auge 
Helen Keeling Mills, Gehänge, Gold mit Edelsteinen  das Charakterir 
stischebesitzLAußer 
Porträten malt sie Genre- undLandschaftsbilder. Eine andere junge Künstlerin, 
die die Aufmerksamkeit auf sich lenkte, ist Susan Ricker Knox. Sie malt mit 
Vorliebe weibliche Figuren und Kinder, die sie mit viel Anmut auszustatten 
weiß, ohne ins Süßliche zu verfallen. Fräulein Knox hat als Silhouetten- 
schneiderin begonnen und sich auf diesem Wege das Geld zum Studieren 
verdient. 
Im National Arts Club-Gebäude waren die Ausstellungen des Kunst- 
gewerbes. In der Mitte des Winters wurde wie gewöhnlich die Jahres- 
ausstellung abgehalten. Ständige Ausstellungen sind in den oberen Räumen 
des Hauses, die von der National Society ofCraftsmen in Beschlag genommen 
sind. Während der ganzen Saison sah man hier einzelne komplett einge- 
richtete Zimmer, namentlich solche im Kolonialstil. 
In den Räumen des Arts Club ist auch eine Ausstellung der „Haus- 
haltungskünste" abgehalten worden. Man ist hier nämlich seit einiger Zeit 
bestrebt, in den Volksschulen die Sorge für das Heim mehr zu fördern als 
bisher, und da man dabei auch die Verschönerung des Heims im Auge behält,
	        

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