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Volltext: Monatszeitschrift XIV (1911 / Heft 2)

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nanntes Quodlibet: vier zum 
Teil kolorierte Tabletten, drei 
mit Bildchen, auf der vierten 
steht der Name der Besitzerin, 
einer Komtesse Coreth" (Abb. 
76), endlich ein entschiedenes 
Stilleben mit Blumen, Früchten 
und einem Gefäß, aus dem 
Dämpfe steigen (Abb. 77) - 
der Unterschied dieser und der 
L Karten der vorigen Gruppe 
liegt darin; daß nicht eine bloße 
Umrahmung gegeben wird, 
sondernebeneinBild:derName 
steht oben auf einem Bande. 
Eine leidenschaftliche Münz- 
sammlerin dürfte die Gräfin Anna 
Goes, geborene Christalnigg gewe- 
sen sein: sie hat auf ihren Visit- 
karten, rotumränderten Kartons, 
verschiedene Münzabdrücke nach 
den Originalen (Abb. 78); wir 
dürfen sie ebenso wie die ganz 
sonderbare eines Herrn Jakob 
Ortner (Abb. 79), die wohl ein Uni- 
kum bildet, hier anschließen: die 
letztere wird man wohl sehr ge- 
H schmacklos finden, aber das musi- 
Abb 5" kalische Motto aus Mozart berührt 
doch sympathisch. Wer weiß, wie viel von seiner Existenz der Besitzer in 
seine Visitkarte (der Name na- 
türlich geschrieben) hineinge- 
heimnist hat. 
IV. 
Wir kommen nun zu einer 
Gruppe, die die Vorläufer un- 
serer modernen Ansichtskarte 
umfaßt: zu den Städtebildern 
und Landschaften. Wir haben 
schon oben die Vermutung 
t Elisabeth Gräfin Coreth, geboren 
1783. wurde später Gemahlin des Feldmar- 
schalleutnants Freiherrn von Fleischer. Über 
diesen s. Wurzbach, IV, 266. Abb. 5x 
l I . 
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