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Volltext: Monatszeitschrift XIV (1911 / Heft 3)

Vom Epitaph der Keutschach in Maria-Saal in Kärnten 
fassung der von Vollkraft und Majestät durchströmten überlebensgroßen 
Gestalt des mächtigen Herrschers unter. Blutwarmes Leben nur strahlt sie 
aus. Mit fester Hand faßt der Kirchenfürst das Pedum, in zwingender, fast 
beschwörender Gebärde erhebt sich die Rechte zum Segen und wie aus Seher- 
augen schweift der Blick hinaus in die Weite, nach den fernsten Tälern und 
den weißstirnigen Bergen. 
In den feierlich ernsten Akkord stimmt auch das reiche iigürliche Bei- 
werk. Zwei Engel halten einen Teppich hinter dem Fürsten empor, die 
Zwickel des obern kleebattförmigen Abschlusses füllen die Brustbilder der 
Propheten Isaias und Ezechiel. In den seitlichen, kräftiger reliefierten Rahmen 
korrespondieren sich oben die anmutigen Figürchen der Maria und des 
Engels Gabriel, unten die Statuetten der beiden ersten Salzburger Bischöfe 
und Heiligen St. Rupertus und St. Vitalis. Unterhalb dieser Statuetten hält 
je ein hockender Löwe das Wappen des Erzbistums und das I-Iauswappen 
der Keutschacher. Am Fußende des Denkmals ist die obenerwähnte Inschrift 
erhaben eingemeißelt, am obern Rande liest man außerdem noch: „Anno 
domini 1515 jar". Seitlich dieses Bildwerks stehen in freiplastischer Aus- 
führung zwei Diakone, der eine mit Hut und Stab, der andere mit einem 
Missale, dessen Einband mit einer Kreuzigung Christi im Relief geschmückt 
ist (Abb. g und I0). Über der Gruppe, die eine breite Marmorstufe als gemein-
	        

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