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Volltext: Monatszeitschrift XIV (1911 / Heft 4)

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Wohnhaus in Newyork aus dem Anfang des XIX. jahrhundens (Jumel-House) 
Gerade in Österreich und besonders in Wien mangelt diese gefestigte 
und entwickelte Form der Lebensgewohnheiten, fehlt die kultivierte und 
fortgeschrittene Wohnsitte, welche den nordischen Volksstämmen Europas 
eigen und die dem Hausbau günstig ist. 
Den Meisten gilt der Besitz eines eigenen Heims, welches die Voraus- 
setzung guter und tief wurzelnder Wohnsitten ist, noch als unerreichbar. 
Trotzdem schreitet die Erkenntnis der Bedeutung dieser Wohnhausform auch 
bei uns immer weiter, wenn auch sehr langsam fort. 
Es ist sehr interessant zu sehen, wie das amerikanische Wohnhaus 
durch europäische Einflüsse und Traditionen vorbereitet wurde, aber auf 
selbständige und eigenartige Weise weiter wuchs. 
Die neue Welt hat fertige und doch entwicklungsfähige Grundlagen aus 
der alten Welt übernommen, die von den neuen Verhältnissen umgeformt, 
aber nicht zerstört wurden. 
Man kann deutlich beobachten, welche zielbewußte Auslese stattfand, 
wenn man berücksichtigt, welches Völkergemisch den amerikanischen Boden 
besiedelt, welche mannigfaltigen Traditionen in die neue Welt von den 
Auswanderern mitgebracht wurden. Die erste Zeit der Besiedlung, welche 
ia nur allmählich und vom Osten nach dem Westen fortschreitend erfolgte,
	        

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