MAK

Volltext: Monatszeitschrift XIV (1911 / Heft 4)

Durchbildung des Ein- 
zelnen drängen. Wir 
haben hier (auf Seite 
253) schon die gleiche 
Anordnung wie auf 
irischenManuskripten, 
wobei man aber natür- 
lich nicht annehmen 
darf, daß dieses Stück 
mit seiner antiken In- 
nenligur etwa von den 
irischenDarstellungen 
abhänge. Wir müssen 
uns hier, wie bei allen 
Entwicklungen, stets - 
vor Augen halten, daß 
sich eine Form nicht 
dort zuerst ausgebildet 
haben muß, wo sie 
später ihre größte ein- 
seitige Entfaltung er- 
langt hat, sondern dort, 
wo sich die meisten Zu- 
sammenhänge mit Älterem und 
die sich leisest vollziehenden 
Umwandlungen aus dem Überlie- 
ferten nachweisen lassen. Und daß 
dies, was diese Art der Omamen- 
tik betrifft, gerade bei den Textil- 
erzeugnissen des östlichen Mittel- 
meergebietes der Fall ist, wird 
jeder Betrachter der besprochenen 
Objekte erkennen; die irischen Minia- 
turen mit ihren merkwürdig ver- 
zerrten, mißverstandenen Figuren 
können diesen Arbeiten gegenüber 
in der Hauptsache wohl nur als ein- 
seitige Weiterbildungen durch einen 
primitiver und unklarer empfinden- 
den Volksstamm angesehen werden. 
Wir haben an anderer Stelle auch 
schon hervorgehoben, wie sonder- 
bar es ist, daß man von gewisser 
 
 
 
 
Einsatz eines apätamiken Belangen. Rotviolette 
Wolle und weißer Leinenfaden. Etwas über Ijs der 
natürlichen Größe 
Seite gerade diese Ornamente, die in den irischen Arbeiten am weitesten
	        

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