MAK

Volltext: Monatszeitschrift XIV (1911 / Heft 5)

Stück mit senkrechten Omamentfeldern, abwechselnd gerissen und vergoldet, 
die Vergoldung teilweise mit braunem und dunkelgrünem Lack bemalt und 
außerdem verziert mit Rosetten und Randornamenten, ergänzt in will- 
kommener Weise diese Gruppe der Sammlungen. Dasselbe ist bei einem 
Nürnberger Deckelpokal von eleganter, ungewöhnlicher Form der Fall, der 
ebenfalls mit dem Diamanten gerissen ist, und gleichfalls dem XVI. Jahr- 
hundert angehört. Der balusterförmige Ständer zeigt drei gewundene An- 
sätze mit gekniffenen Engels- 
köpfchen, der Fuß sowie die 
vasenförmige Kuppa sorgfältig 
gezeichnete Rankenornamente 
im Stile der Kleinmeister und in 
dieselben verflochten Elefant, 
Esel, Einhorn, Bär, Pferd und 
Hirsch; auf dem Deckel aufge- 
setzt sind gekniffene Tiermasken 
und kleine Knäufe. Vier antike 
Glasarbeiten, eine Kanne mit 
Spiralfadenverzierung, ein soge- 
nannter Rüsselbecher, eine Del- 
phinflasche und ein weiteres 
Fläschchen in Tierform reprä- 
sentieren die Ergänzungen, die 
die Sammlung der antiken Hohl- 
gläser erfahren hat. Die Gruppe 
der Glasmalereien wurde durch 
drei Rundscheiben mit bunten 
Wappen bereichert. Die erste 
trägt einen senkrecht geteilten 
Schild in Schwarz und Silber mit 
zwei Sensen, Spangenhelm mit 
_ __ _ _ schwarz-silbernem Mantel und 
Wg""ezzsäzxäirrßsttäz.rfziaztzzsz:am m" zw-iFwg-n aufgew-m Damast. 
Die Umschrift lautet: I-Ianns - 
Adam - Jörger - Zu - Tollett - Reut -Und- Ottenshaimb- Freiher - Auf - Kreus- 
pach - ErblandhofrTlster. Inn - Österreich - Ob -Der - Ens - 1572. Eine zweite 
solche Scheibe zeigt im Kreisbande der Umrahmung die Umschrift; Poljixena - 
Jörgerin - Geborne - Strejinin - Frejin - Zu - Schwartznau - Sein - Gernahel - 
r 577. Das doppelt behelmte Wappen trägt als Helmzier einen roten Hut mit 
schwarzen Straußfedern, beziehungsweise einen sitzenden bekrönten Löwen 
zwischen zwei Flügen. Der Mantel ist blau-gelb, beziehungsweise rot-silber 
auf weißem und goldenem Damast. Oben trägt ein Schriftband die Initialen 
Z.A G. M. H. Die dritte Wappenscheibe zeigt einen senkrecht geteilten Schild 
mit roten Querbalken auf Silber, beziehungsweise einen gefesselten schreiten- 

	        

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