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Volltext: Monatszeitschrift XIV (1911 / Heft 6 und 7)

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Formverwandtschaft des Fürspans 
auf die Lochner-Gruppe hinge- 
wiesen: Kölner Dombild, Weltge- 
richt und Madonna in der Rosen- 
laube im Wallraf-Museum sowie 
Madonna mit dem Veilchen im Erz- 
bischöflichen Museum. 
Dann werden solche Stücke 
auch auf Kopfbedeckungen getra- 
gen, wie wir es beispielsweise auf 
dem turbanartigen Kopfputz der 
weiblichen Trachtbeim Meister des 
Hausbuches (L. 7) und auf einem 
Gemälde in Bamberg sehen, aus 
dem wir in Figur 73 einen Aus- 
schnitt abbilden. 
Das zweite Stück, Farben- 
tafel I und Figur 74, ist vielleicht 
etwas jünger, zwar weniger im 
künstlerischen Typus als im indivi- 
duellen Stück. Es stammt ebenfalls 
aus der Lubliner Gegend, mög- 
licherweise aus demselben, Kasimir 
dem Großen gehörigen Schlosse, 
wie das vorhergehende und mag zu 
jenen Stücken gehören, die in 
Polen durch fremde Künstler 
ausgeführt wurden. 
Das Stück kann dieselbe 
Verwendung gefunden haben 
wie das eben beschriebene; es hat 
aber auf der Rückseite keine Öse 
zum Annähen, sondern nur einen 
Dorn zum Einstecken. 
Das Sujet scheint etwas 
komplizierter; versuchen wir es 
zu erkennen. Die mit zottelärme- 
ligem Gewand und Federhut be- 
kleidete Figur hält sowohl in der 
Rechten wie in der Linken je 
einen Gegenstand, der zunächst 
etwas schwer zu deuten scheint. 
Die Identifizierung gelingt aber 
vielleicht unter dem hilfreichen Beistand unserer Figur 75, einer Abbildung 
41'" 
 
 
Figur 74. Nat. Gr. Fürspan aus Lublin (Sammlung Figdor)
	        

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