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Volltext: Monatszeitschrift XIV (1911 / Heft 6 und 7)

5'"! 
hundert gegeben; für 
die Sammler wird 
noch eine einzige, 
herzlich unbedeuten- 
de Schale von 1800 
beigefügt. 
Über Emaillen, 
auch beliebte Samm- 
lungsobjekte, be- 
schränkt Kümmel 
seine Ausführung 
(Seite 68) auf den 
Hinweis, daß „Hirata. 
Dönin von den Chi- 
nesen - oder Euro- 
päern?" - die „seit 
demVIILJahrhundert 
anscheinend verlore- 
ne Emailtechnik" „neu 
erlernt haben soll"! 
Erstaunt wird 
der Leser fragen, was 
denn eigentlich im 
Buche beschrieben 
ist? Es sind zunächst 
44 Seiten der Lack- 
kunst gewidmet. Aber 
leider sind nicht die 
für den abendländi- 
schen Sammler zu- 
gänglichen Objekte 
der letzten Jahrhun- 
derte dargestellt, son- 
dern von den 37 ab- 
gebildeten Lacken ge- 
hören die jüngsten 
der Zelt um X700 3th Pontifikalornat, hergestellt über Auftrag des Chorherrenstiftes Klosterneuburg im 
Währen? 18 aus dem Sonderkurs für Textilarbeiten an der Kunstgewerbeschule des k. k. Österreichi- 
VIII. blS XIII. Jahr- sehen Museums. Pluviale, Rückseite 
hundert den alten 
Schatzhäusern in Japan entstarnmenrKümmelführt sehr richtig aus (Seite V4), daß derartige 
Werke „ebensogut wie nie in den Gesichtskreis unserer Sammler kommen", aber um sie 
„wenigstens kurz zu erwähnen", bildet er auf der Hälfte aller Abbildungen derartige Ar- 
beiten ab. 
Sehr gut illustriert ist der Abschnitt über: Schwertstichblätter mit Werken aus den 
bekannten Sammlungen von Jacoby, Oeder, Mosle und dem Berliner Museum. Ferner 
ganz übermäßig reich, aber wenig interessant, ist das Steingutgeschirr mit 42 Abbildungen 
behandelt. Wenn man die 36 Abbildungen der tönernen Teegeräte sorgfältig durchsieht, 
so fragt man erstaunt, ob wirklich in dem begrenzten Rahmen des Buches diese Auswahl 
„das Allerwesentlichste" darstellt? Die Formen entsprechen einigen Grundtypen, die mit 
wenigen Strichzeichnungen dargestellt werden könnten, während die ausschlaggebenden 
Unterschiede in Farbe, Glanz, Glasur, Scherben, Qualität und Erhaltung aus Ätzungen nicht 
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