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Volltext: Monatszeitschrift XIV (1911 / Heft 8 und 9)

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entwickelten oberen Stockwerke fortsetzt, daß Medaillons mit Majolika- 
füllungen in die Zwickel zwischen den Flachbogen der Fenster eingeschoben, 
breite Friesiiächen zwischen die Etagen gelegt werden und so der charak- 
teristisch gotisch-vertikale Charakter eine wesentliche Veränderung erfährt, 
trotzdem die ganze 
Front sich aus einem 
System von Vertikal- 
pfeilem zusammen- 
setzt. Der Taustein 
Endet nun auch bei 
dem von Utluchten 
flankierten Portal sei- 
ne Verwendung, kurz- 
um, es sind alle zur 
Verfügung stehenden 
Dekorationsmittel ins 
Treffen geführt, damit 
der Höhepunkt er- 
reicht, eine weitere 
Steigerung in der glei- 
chen Richtung ausge- 
schlossen. Das einzige 
Motiv, das noch an 
frühere Entwicklungs- 
stadien erinnert, sind 
dieDoppelblendbogen 
unter den Stufen des 
TreppengiebelsEines 
der bezeichnenden 
Beispiele gibt Abbil- 
dung 33, das im 
Winkel zwischen Gra- 
pengießer- und Heilig- 
geiststraße gelegene 
Haus „Zum Schüt- 
ting","' so wie das 
vortrefflich erhaltene, 
im Hintergrunde bei 
Abbildung 34 sicht- 
bare und mit zwei- 
" Das Haus führt diese 
Bezeichnung zu Unrecht. Der 
alte „Scbütüngü ein zu fest- 
lichen Schmnusereien dienende: 
Gebinde, ist verschwunden. Abb. 59. Rathaus zu Lüneburg, „Schap", in der Laube, geschlossen 
60'
	        

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