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Volltext: Monatszeitschrift XIV (1911 / Heft 8 und 9)

kirche (Abb. 2), 
deren Ursprung 
bis ins IX. ]ahr- 
hundert zurück- 
reicht. Nach Fr. 
Krüger zählt sie zu 
den ältesten Tauf- 
kirchen zwischen 
Elbe und Weser 
und gehörte ur- 
sprünglich, 
wie schon früher 
bemerkt, nicht zu 
Lüneburg, son- 
dern zu dern an 
der alten Gau- 
brücke über die 
Ilmenau gelege- 
nen Archidiako- 
nat Modestorp, 
das seinerseits zur 
Diözese Verden 
zählte.DieserUm- 
standführtchäulig 
zu Differenzen 
zwischen dem 
Rate der bis an 
die Ilmenau vor- 
gerückten Stadt 
und den weit ent- 
fernten geistlichen 
Oberen. Ihnen 
sprachen die Lüne- 
burger das Recht ab, sich in städtische Angelegenheiten zu mischen; 
umgekehrt taten die geistlichen Herren das Gleiche der bürgerlichen Obrig- 
keit gegenüber, bis schließlich die Kirche zur Pfarrkirche der Stadt gemacht 
wurde. Gleichzeitig mit diesem Vorgang vollzog sich die Gründung einer mit 
der Kirche in Zusammenhang stehenden, bald weithin durch ihre Trefllichkeit 
bekannten höheren Schule, „Sunte johannisschole". An Stiftungen war die 
Kirche so reich. daß schon im XIV. Jahrhundert über einen „Concursus 
missarum" geklagt wird. Zu Beginn der Reformation zählte man 40 Altäre. 
Diesem Umstande ist wohl auch die große Zahl von Kapellen zuzuschreiben, 
die allseits der urkundlich im Jahre 1297 zuerst genannten ursprünglich drei- 
schifiigen Kirche vorgelagert sind. Nach der Reformation verloren sie die 
Abb. 75. Inneres der Sankt johannikirche zu Lüneburg, Blick gegen die Orgel
	        

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